In Kooperation mit der kenianischen NGO „Upstage Limited“ wurde dieses Bildungsmaterial erstellt. Es basiert auf einer Performance mit dem Titel „JANANGA. Eine Perspektive auf afrikanische Kleidung“ und Recherchen der NGO in Kenia.
Als Kunstprodukt macht die Performance Konsequenzen der Kolonialisierung für afrikanische Länder sichtbar. Die Verarbeitung kollektiver Erfahrungen möchte Kolonialismus als System greifbar machen, das vielfältige Folgen für die Identitäts- und Nationalstaatsbildung sowie die aktuelle Wirtschaft afrikanischer Staaten hat. Es werden Bilder, Kleidungsstücke und Musikinstrumente zu sehen sein, die aus westlicher Perspektive „exotisch“, „befremdlich“ und „rückständig“ interpretiert werden (können). Solche Bilder wurden zur Rechtfertigung des Kolonialismus in Deutschland und anderen europäischen Ländern gezeigt und wirken bis heute. Gleichermaßen sind sie Teil der historischen Realität und somit Teil der Performance.
Für die Bildungsarbeit in Deutschland gilt es, mit diesem Spannungsfeld reflektiert umzugehen: JANANGA! – das Bildungsmaterial möchte Ursachen für kollektive Erfahrungen in einer postkolonialen Welt aufzeigen, aber dennoch zur differenzierten Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Realitäten in afrikanischen Ländern anregen.
Das Material beinhaltet hierzu verschiedene Methoden, die sich auf den kenianischen Kontext beziehen. Im Material enthalten sind der YouTube-Link zur knapp 20-minütigen Performance sowie zu Hintergundinterviews mit der NGO und ELAN. Methodisch können Zitate, Lyriks und erweiterende Zugänge genutzt werden, die das Bildungsmaterial zusammenfasst.