Diese Ausgabe der Zeitschrift Global Lernen Brisant, herausgegeben von Brot für die Welt, widmet sich der Verschränkung von Wissen und Macht. Historisch gesehen wurde Wissen oft von dominanten Gruppen, also mehrheitlich weißen, privilegierten Männern aus Europa und den USA, definiert und kontrolliert. Dadurch wurden die Perspektiven und Erkenntnisse vieler anderer Bevölkerungsgruppen weltweit vernachlässigt.
Da das historisch geprägte Wissen das Denken und Handeln bis heute beeinflusst, richtet dieses Heft den Blick auf das Hinterfragen von Glaubenssätzen, Möglichkeiten des gemeinsamen Verlernens und indigenes sowie emotionales Wissen, damit Neues entstehen kann. Jedes Wissen ist subjektiv, fehlerhaft und unvollständig. Wären sich alle Menschen dieser Tatsache bewusst, könnten wir uns an der Vielfalt des Wissens erfreuen und voneinander lernen.
Das Heft lädt ein, scheinbar Selbstverständliches zu hinterfragen und Platz für neue Denkansätze zu gewinnen, die im Angesicht globaler Krisen dringend gebraucht sind.
Das Material stellt wichtige Themen des Globalen Lernens in den Mittelpunkt und zeigt diese von verschiedenen Perspektiven auf. Vielfältige Stimmen aus dem Globalen Süden stehen dabei im Fokus. Auch wenn die Zeitschrift für die komplexen Inhalte nur eine Einstiegshilfe und Anregung für tiefere Auseinandersetzungen sein kann, ist sie sehr gut geeignet, mit Schüler*innen kolonialismuskritische Blickpunkte zu betrachten und diskriminierungssensibel zu arbeiten.