Die Welt des Regenwaldes entdecken: Das Umweltbildungs-Curriculum der Rainforest Alliance

Das Umweltbildungs-Curriculum der Rainforest Alliance in englischer Sprache ist fächerübergreifend angelegt und verbindet Umwelt- und Naturthemen mit sozialen und wirtschaftlichen Komponenten. Ziel ist es, globale Umweltzusammenhänge verständlich zu machen und Schülerinnen und Schüler zu eigenem Handeln zu motivieren.

Auf der Webseite finden sich neben den Arbeitsblättern auch Videos, Quizze und andere digitale Angebote.

Altersgruppe 5-8 Jahre: Die jüngsten Schülerinnen und Schüler entdecken spielerisch die Welt des Regenwaldes. Sie lernen typische Tiere wie Pfeilgiftfrosch, Faultier und Jaguar sowie die verschiedenen Stockwerke des Regenwaldes kennen; erfahren, welche Lebensmittel wie Bananen, Schokolade und Orangen aus Regenwaldregionen stammen; und beschäftigen sich mit den Menschen, die dort leben. Dabei wird insbesondere das Verständnis dafür vermittelt, wie eng Menschen, Tiere und Natur miteinander verbunden sind.

8-11 Jahre: In dieser Altersgruppe geht es darum, den Regenwald als Lebensraum zu verstehen und sich mit seiner Gefährdung auseinanderzusetzen. Die Kinder lernen die verschiedenen Stockwerke des Regenwaldes und ihre Tierwelt kennen, erfahren, wie beispielsweise schattenliebende Nutzpflanzen wie Kakao zum Schutz von Wäldern beitragen können, und lernen traditionelle Anbaumethoden indigener Gemeinschaften kennen. Außerdem beschäftigen sie sich mit den Ursachen von Entwaldung und damit, wie alltägliche Entscheidungen zum Schutz von Regenwäldern beitragen können.

11-14 Jahre: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich zunehmend analytisch mit drängenden Umweltproblemen wie dem Klimawandel und dem Verlust der Artenvielfalt auseinander. Sie informieren sich über bedrohte Regenwaldtiere und mögliche Schutzmaßnahmen, vergleichen traditionelle indigene Anbaumethoden mit moderner industrieller Landwirtschaft und betrachten deren unterschiedliche Auswirkungen auf die Natur. Zudem lernen sie die Bedeutung von Regenwäldern als Kohlenstoffspeicher und ihren Einfluss auf globale Wettermuster und das Klima kennen.

14-16 Jahre: Hier steht die komplexe Verbindung zwischen Ökosystemen, Landwirtschaft, globalen Lieferketten und den Menschen im Regenwald im Mittelpunkt. Die Jugendlichen untersuchen die Beziehungen zwischen Tieren und anderen Organismen innerhalb von Regenwaldökosystemen, verfolgen Produkte wie Kakao, Tee und Bananen entlang ihrer Lieferketten und vergleichen unterschiedliche Anbaumethoden und ihre Auswirkungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf indigenen Gemeinschaften, ihren Landrechten, dem Erhalt ihres kulturellen Erbes und ihrer Rolle beim Schutz der Regenwälder – anhand von Fallbeispielen aus Kamerun, Guatemala und Indonesien.

16-18 Jahre: Die älteste Altersgruppe beschäftigt sich mit globalen Fragen rund um Nachhaltigkeit, Landwirtschaft, Biodiversität und Umweltpolitik. Die Jugendlichen untersuchen die Bedeutung tropischer Regenwälder für Kohlenstoffspeicherung und andere globale Ökosystemleistungen, verfolgen die Entwicklung landwirtschaftlicher Methoden von indigenen Praktiken bis zur industriellen Landwirtschaft und reflektieren deren Auswirkungen. Außerdem analysieren sie internationale Ansätze zum Schutz und zur Wiederherstellung von Wäldern und Biodiversität, darunter REDD+, die 30×30-Initiative und die Great Green Wall.