In dem 90-minütigen Lernpfad erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Abläufe der Modeindustrie. Dabei untersuchen sie ihre eigenen Kleidungsstücke genauer und setzen sich kritisch mit deren Herstellung auseinander. Ein Wimmelbild veranschaulicht die einzelnen Schritte der Textilproduktion. Anschließend wird die Arbeit in einer Kleiderfabrik mithilfe eines Rollenspiels nachempfunden. Schließlich lernen die Schülerinnen und Schüler nachhaltige Alternativen zum Kleidungskauf kennen, etwa die Nutzung gebrauchter Kleidung oder das Reparieren von Kleidungsstücken.
Die begleitenden Hintergrundinformationen stehen in zwei Versionen für die Primarstufe sowie die Sekundarstufe I zur Verfügung. Die Arbeitsblätter sind in einfacher Sprache aufbereitet.
Das Thema Fast Fashion als globales Problem ist sehr relevant. Der globale Kontext wird in den Hintergrundmaterialien zwar thematisiert, findet in den Methoden selbst jedoch nur wenig Berücksichtigung. Einige Methoden erscheinen für die Zielgruppe der 4. Klasse recht anspruchsvoll, etwa das kleinteilige Wimmelbild mit teilweise englischen Texten. Die Eignung liegt im Ermessen der Lehrkraft, insgesamt ist der Anspruch für jüngere Schüler*innen jedoch hoch. Die Beziehungen zur eigenen Lebenswelt könnten besser dargestellt werden – etwa durch Fragen nach dem eigenen Konsumverhalten oder der Herkunft der eigenen Kleidungsstücke. Das Material ist online intuitiv gut nutzbar.