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Unser Lebensstil ist wie Kettenrauchen und Komasaufen auf Kosten des Planeten: Living Planet Report (LPR) von WWF

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Living Planet Report (LPR) von WWF

Keine Entwarnung. Leider. Der Living Planet Report (LPR), Ausgabe 12, belegt auch in diesem Jahr wieder schonungslos das Ausmaß des menschlichen Raubbaus an der Erde und dessen Folgen. Alle zwei Jahre bilanziert der WWF auf Basis wissenschaftlicher Studien den ökologischen Zustand der Erde. Anhand von Daten ausgewählter Tier- und  Pflanzenarten und der Entwicklung ihrer Bestandsgrößen zeigt der Bericht, welche menschlichen Aktivitäten die Erde an ihre Belastungsgrenzen treiben.

Seit mehr als 40 Jahren gehen die Tierbestände zurück – inzwischen um zwei Drittel seit dem Beginn der Messungen im Jahr 1970 und um weitere zwei Prozent seit 2016. Eine Trendumkehr sieht anders aus. Die Kurve des Living Planet Index (LPI) weist steil nach unten, während die des Verbrauchs endlicher Ressourcen weiter in die Höhe schießt.

Der LPR belegt: Die Menschheit nutzt seit 40 Jahren mehr natürliche Ressourcen, als die Erde erneuern kann. Der ökologische Fußabdruck der Menschheit wird permanent  größer. Die Regenerationskapazität der Erde ist überschritten. 1,7 Erden bräuchte es momentan, um den Ressourcenverbrauch zu decken. Der WWF fordert: Die  Überbeanspruchung der Erde muss ein Ende haben.

Unumstritten ist die Bedeutung der Natur, der biologischen Vielfalt und der funktionsfähigen Ökosysteme für Gesundheit, Wohlstand, Ernährung und Sicherheit der Menschheit. Nach Schätzungen erbringt die Natur mit ihrer Vielzahl an Lebewesen eine ökonomische Wertschöpfung von rund 100 Billionen Euro jährlich. Von Rohstoffen, Wasser, Lebensmitteln, Arzneimitteln und Energie bis hin zu Bestäubung, Bodenbildung sowie Schutz vor Fluten, Stürmen und Erosion. Die natürlichen Systeme der Erde sind überlebenswichtig für uns. Auf diesen Leistungen beruhen überall auf der Erde Produktion, Handel, Lebensweise und Konsum.