Das zentrale Portal zum Globalen Lernen und
zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Kinderarbeit stoppen: Gemeinsam gegen ausbeuterische Kinderarbeit

0
Kinderarbeit stoppen: Gemeinsam gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Quelle: www.kinderarbeitstoppen.at

Weltweit müssen 73 Mio. Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Sie setzen in Bergwerken und Steinbrüchen ihr Leben aufs Spiel, schuften auf Plantagen oder in Fabriken, nähen billige Kleidung oder knüpfen von morgens bis abends Teppiche. Die Dreikönigsaktion und Butterfly Rebels haben unter der Kampagne "Kinderarbeit stoppen" eine Online-Petition an Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat und Bundesrat gestartet.

Um ausbeuterische Kinderarbeit aus den Produkten zu verbannen, braucht es vor allem eines: Gesetze, die eine bessere Kontrolle von Herstellungsbedingungen verordnen. Daher fordert die Kampagne "Kinderarbeit stoppen"  die wahlwerbenden Parteien für die kommende Nationalratswahl im Herbst auf, den Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit und die gesetzlich verbindliche Verankerung von umfassenden menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in ihre Wahlprogramme aufzunehmen. Ein solches Gesetz wäre ein wirkungsvoller Schritt gegen ausbeuterische Kinderarbeit und andere gravierende Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen.

Auch in Produkten, die in Österreich konsumiert werden, steckt – erstmal unsichtbar – ausbeuterische Kinderarbeit: Im morgendlichen Kaffee, in der Tasse Kakao, in der Schokolade, im Wohnzimmerteppich, im Smartphone etc. Beim täglichen Lebensmittel-Einkauf kann auf verlässliche Gütesiegel wie Fairtrade geachtet werden, da diese aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit vorgehen. Doch was ist mit dem nicht-zertifizierten Löwenanteil und Produkten mit komplizierten Lieferketten wie elektronischen Geräten?

Mit Postkarten der Kampagne können die Politiker*innen zum Handeln aufgefordert werden.