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ERNA goes fair - Kampagne zu ERnährungssicherheit und NAchhaltigkeit

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Möchten wir eine bäuerliche Landwirtschaft mit Mischkulturen oder Agrarfabriken, die gentechnisch verändertes Saatgut in Monokulturen anbauen? Statt Bauern und Bäuerinnen eine Chemiefirma oder eine Bank, die über das Ackerland bestimmt? Leere Teller in weiten Teilen der Welt, volle Futtermitteltröge und volle Tanks da, wo es sich die Menschen leisten können? Milchpreise, die immer mehr Milchbauern und -bäuerinnen in den Ruin treiben, Discounter, die ihre Angestellten wie Arbeitsmaschinen behandeln, weggeworfene Lebensmittel und subventionierte Überschüsse, die in 3.Welt Länder exportiert werden und dort einheimische Märkte zerstören?

Zugegeben, es gibt viele Missstände weltweit in der Landwirtschaft, aber damit ist jetzt Schluss. ERNA kommt.

"ERNA goes fair" ist ein Projekt der Aktion 3.Welt Saar. Eine Kampagne zu ERnährungssicherheit und NAchhaltigkeit, Fairem Handel und entwicklungspolitischer Bildungsarbeit. Im Rahmen der Kampagne gibt es Veranstaltungen, Vorträge, Hofbesichtigungen und Podiumsdiskussionen. MIt der Kampagne sollen Organisationen vernetzt und so deren Kräfte gebündelt werden. Weiterhin will die Kampagne Verbraucher informieren und Fachreferenten vermitteln, Veröffentlichungen erstellen, mit Entscheidungsträgern reden und Multiplikatoren weiterbilden.

Die Kampagne wird ideell unterstützt von Bauern, Umweltschützern, 3.Welt-Engagierten und Gewerkschaften. Im Rahmen von "ERNA" arbeitet die Aktion 3. Welt Saar im Trägerkreis von "Meine Landwirtschaft – unsere Wahl".

Plakat "Für eine faire Landwirtschaft weltweit"
Im Rahmen der Kampagne wurde jetzt das Plakat "Für eine faire Landwirtschaft weltweit" entwickelt. Ausgehend von der Diskussion um faire Milchpreise, die den deutschen und europäischen Milchviehhaltern ein von öffentlichen Geldern unabhängiges Einkommen ermöglichen soll, stellt das Plakat in vier Themenkomplexen die lokalen und globalen Zusammenhänge zwischen der Milch- und Nahrungsmittelerzeugung in Europa und dem Hunger und der Vertreibung in Afrika und Südamerika dar. Das Plakat richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und kann beispielsweise auch als Unterrichtsmaterial in Schulen eingesetzt werden, da es den sehr komplexen Sachverhalt mit vielen unterschiedlichen Themenbereichen und Aspekten komprimiert darstellt.