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Unser Newsletter im November zum Thema Klimawandel / Klimaschutz

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Liebe Leserinnen und Leser,

weltweit wird über  die Dringlichkeit von Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und das sich schließende Zeitfenster diskutiert. Seit Monaten gehen auch Schülerinnen und Schüler in Deutschland mit Forderungen für strengere Vorgaben seitens der Politik auf die Straße. Sie wollen die Verantwortlichen zum Handeln bewegen und mahnen die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens an, damit ihnen und folgenden Generation eine lebenswerte Welt erhalten bleibt. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen einerseits gut informiert und damit sprachfähig sind und andererseits dazu motiviert werden, sich für ihre Zukunft einzusetzen.

Fundiertes Wissen über Auswirkungen und Zusammenhänge des wissenschaftlich erwiesenen Klimawandels ist unerlässlich. Genauso das Wissen über gute Beispiele in Sachen Klimaschutz und transformative Prozesse, die heute schon in Teilen der Gesellschaft einen sozial-ökologischen Wandel vorantreiben und als Vorbild dienen können. Schulen, aber auch außerschulische Bildungseinrichtungen sind gute Orte dafür, denn hier können Positionen erarbeitet, reflektiert und diskutiert werden, so dass sich Schülerinnen und Schüler eine eigene Meinung bilden können. In der täglichen Nachrichtenflut aus Kommentaren und politischen Forderungen sollen sie den Überblick behalten, um Wissen und Meinung auseinanderhalten und um Anfragen beantworten zu können.

Nur durch eine fundierte Bildung lernen wir auch, hier vor Ort Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen. Denn unter den Folgen des Klimawandels leiden häufig die Menschen am stärksten, die ihn am wenigsten verursacht haben. Die Ungleichheit zwischen Ländern des globalen Südens und des globalen Nordens wächst weiter. Doch jeder von uns kann etwas tun. Viele kleine Schritte können Teil eines großen Wandels – auch in den Köpfen – sein. Bildung und Wissen sind nötig, um unsere Handlungsmöglichkeiten zu erkennen, sie zu nutzen sowie eingefahrene Verhaltensmuster zu reflektieren und in Frage zu stellen.

Die Bewahrung der Schöpfung und der Einsatz für Gerechtigkeit sind ein Kernthema auch für Christinnen und Christen weltweit. Seit mehr als 15 Jahren gibt es im Zentrum für Mission und Ökumene in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) die Infostelle Klimagerechtigkeit, die den Blick auf Partner*innen im globalen Süden lenkt und konkrete Projekte vor Ort entwickelt und unterstützt. Sie hat den kirchlichen Kompensationsfonds Klimakollekte mitinitiiert, geht mit Bildungsmaterialen zum Beispiel in Schulen und Gemeinden und begleitet Gemeinden bei der Aktion „Öko-faire Gemeinde“.

Wir freuen uns, dass in diesem Newsletter so viele Akteure mit ihren Erfahrungen, ihrem Wissen und ihren Materialien vertreten sind. Unser Engagement für Wissen und Bildung, um Klimaschutz nicht nur einzufordern, sondern auch mit konkreten Maßnahmen umzusetzen, ist in vielen Bereichen unserer Gesellschaft und in der Politik dringend nötig.

Ulrike Eder
Infostelle Klimagerechtigkeit im Zentrum für Mission und Ökumene in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

EWIK-Kooperationspartner