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Masterstudiengang "Moving Cultures" an der Goethe-Universität Frankfurt

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Der viersemestrige Masterstudiengang "Moving Cultures – Transcultural Encounters / Cultures en mouvement – rencontres transculturelles / Culturas en movimiento – encuentros transculturales" ist ein viersprachiger Studiengang, der die in einem anglistischen, romanistischen oder vergleichbaren Bachelorstudiengang erworbenen kultur- und literaturwissenschaftlichen Kernkompetenzen vertieft und diese mit einer interdisziplinären Perspektive auf Phänomene des Kulturkontakts innerhalb der anglophonen, frankophonen und hispano­phonen Welt verbindet.

Der Masterstudiengang an der Goethe-Universität Frankfurt geht davon aus, dass Sprachen, Literaturen, Medien und Kulturen sich nicht in ethnisch abgeschlossenen, sprachlich homogenen und territorial abgegrenzten Räumen konstituieren, sondern durch grenzüberschreitende Vernetzungen, die sich aus Migration und Kontakt ergeben. Der Schwerpunkt des Masterstudiengangs liegt daher auf transkulturellen Prozessen in Geschichte und Gegenwart und den damit verbundenen Aushandlungsstrategien im jeweiligen regionalen und historischen Kontext, die sich in Schrift, Bild, Ton und weiteren Medien manifestieren.

Diese Prozesse und Strategien werden im Masterstudiengang Moving Cultures exemplarisch anhand von konkreten transkulturellen Kontaktzonen in den Mittelpunkt des forschenden Lernens gerückt. Aus der folgenden Liste werden im Rahmen des Studiums mehrere Kontaktzonen exemplarisch untersucht: Kanada (mit der Bipolarität von anglophoner und frankophoner Kultur im Kontext einer multikulturellen Migrationsgesellschaft), die Karibik (mit ihrer von Hybridität, Kreolisierung und Kultursynkretismus geprägten Geschichte und Gegenwart), Iberoamerika (mit den vielfältigen Beziehungen Spaniens und Lateinamerikas untereinander sowie mit anderen Regionen, vor allem Nordamerika und Afrika, bis hin zur aktuellen Latino-Kultur in den USA), Afrika (mit seiner sprachlichen Diversität, der Interaktion von „alten“ und „neuen“ Diasporas und dem Maghreb als europäisch-afrikanischer Kontaktzone), die südasiatische Diaspora (die Asien mit Nordamerika, Afrika, der Karibik, Europa sowie dem Pazifikraum verbindet) sowie Großbritannien und Frankreich (wo Migrantinnen und Migranten aus außereuropäischen Regionen seit mehreren Jahrzehnten maßgeblich zu kulturellen Transformationsprozessen beitragen).

Der Masterstudiengang Moving Cultures vermittelt eine umfassende fremdsprachliche Handlungskompetenz in zwei Fremdsprachen (Englisch, Französisch und/oder Spanisch). Er bereitet einerseits auf eine wissenschaftliche Laufbahn vor, andererseits auf eine anspruchsvolle qualifizierte Erwerbstätigkeit beispielsweise als PR-Manager/in oder Referent/in in Nicht-Regierungsorganisationen, öffentlicher Verwaltung, Politik und Stiftungen oder als Pressereferent/in oder Redakteur/in im Bereich der Unternehmenskommunikation.