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zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

German Toilet Organization e. V.

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Die German Toilet Organization e. V.

Die Idee für die Gründung der GTO entsprang in 2004, während Arbeiten zum Wiederaufbau nach dem verheerenden Tsunami in Südostasien. Den meisten Organisationen vor Ort fehlte das notwendige Fachwissen zur Implementierung von nachhaltigen Sanitärlösungen, viele beschäftigten sich gar nicht damit. Die Idee einen Verein zu gründen, der sich auf dieses Thema spezialisiert, war geboren. Am 31. Oktober 2005 erblickte die GTO das Licht der Welt. Vision ist, dass alle Menschen menschenrechtskonformen Zugang zu einer nachhaltigen und sicheren Sanitär- und Wasserversorgung haben und eigenverantwortlich grundlegende Prinzipien der Hygiene praktizieren. Die GTO ist in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Humanitäre Hilfe, Gesundheit und Umweltschutz als gemeinnütziger Verein aktiv. Die GTO versteht sich als Themenorganisation. Sie engagiert sich für alle Menschen, die von einer unzureichenden Sanitär-, Wasserversorgung und Hygiene betroffen sind, unabhängig davon, ob sie im Ausland oder in Deutschland leben. Die GTO ist in diversen Netzwerken aktiv und arbeitet mit einer Vielzahl an öffentlichen und staatlichen Institutionen, Unternehmen sowie anderen Organisationen zusammen. Hierbei agiert die GTO in der Regel als Mittler und Multiplikator: sie stärkt das Thema und hilft anderen Akteuren einen besseren Beitrag zu nachhaltiger Sanitär-, Wasserversorgung und Hygiene zu leisten. Ziel ist eine möglichst große, positive Wirkung mit effizientem Mitteleinsatz.

Klobalisierte Welt – ein entwicklungspolitisches Bildungsprojekt

Im Rahmen des Programms führt die GTO seit 2009 Projekttage zu den Themen „Sanitärversorgung, nachhaltige Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit“ an Berliner Schulen durch. Dabei wird jedes Halbjahr der Fokus auf ein anderes entwicklungspolitisches Thema gelegt, das mit Sanitärversorgung in Verbindung steht. Am Beispiel der eigenen Schultoiletten setzen sich die Jugendlichen mit dem sanitären Notstand in vielen Ländern der Welt auseinander und diskutieren die Auswirkungen mangelhafter Sanitärversorgung auf Bildung, Gesundheit, Menschenwürde und Umwelt. Durch die Beschäftigung mit den globalen Zusammenhängen vermittelt die GTO ihre Botschaft: Sanitärversorgung ist ein Fundament für menschliche Entwicklung. Im Anschluss an die Projekttage sammeln die Schüler*innen Ideen, wie sie ihr neu erworbenes Wissen im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen oder schulinternen Aktion umsetzen und medial verbreiten können.
Zur Verfügung stehende Unterrichtsmaterialien und handhabbare Module sollen Multiplikator*innen dazu befähigen, eigenständig Bildungsarbeit zum Thema Sanitärversorgung global mit Schüler*innen durchzuführen. Multiplikator*innen sollen hierfür im Allgemeinen und für die Bedeutung von WASH für eine nachhaltige ökonomische, soziale und ökologische Entwicklung im Speziellen im Rahmen von Schulungen fortgebildet werden.

Das entwicklungspolitische Bildungsprogramm wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienst und von der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) aus Mitteln des Landes Berlin. Außerdem ist CWS-boco langjähriger Unterstützer.