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Workshops zur Sprachenvielfalt mit BtE Referentinnen und der Weltkarte Vielfalt sprechen lassen

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Weltkarte "Vielfalt sprechen lassen" mit Begleitheft. Quelle: www.bildung-trifft-entwicklung.de

Bei Veranstaltungen zum Thema Sprachenvielfalt setzen BtE Referent*innen gerne die mehrsprachige Weltkarte „Vielfalt sprechen lassen“ ein. Diese wurde 2018 von Bildung trifft Entwicklung (BtE) herausgegeben, um Sprachen der Welt sichtbar zu machen und die kulturelle sowie soziale Vielfalt in unserem Umfeld zu zeigen. Durch die Auseinandersetzung mit Sprachenvielfalt wollen wir den Nutzen der verschiedenen Sprachen in unserem Umfeld ins Bewusstsein rufen, die Perspektive des globalen Südens stärken und Machtverhältnisse deutlich machen.

Laden Sie zu einem Workshop zum Thema Indigene Sprachen und Sprachenvielfalt doch eine*n der BtE-Referent*innen ein. Da alle Referent*innen mindestens 1 Jahr im Globalen Süden gelebt haben, sprechen einige von ihnen auch indigene Sprachen. Zum Beispiel:

  • Rosalio Ochoa Saavedra, BtE Nord: Muttersprache ist Quechua aus Bolivien. Schwerpunkte: Buen Vivir, andine Kultur , inkl. Musik und das alles eingebettet in den Kontext Nachhaltigkeit und Klimawandel
  • Mansour Ciss, BtE Berlin Brandenburg, kommt aus dem Senegal und seine Erstsprache ist Wolof. Er macht Siebdruck-Veranstaltungen mit traditionellen Mustern aus afrikanischen Ländern und setzt sich gerne mit den Teilnehmenden auch über Sprachen und Sprachenvielfalt auseinander.
  • Amanda Luna Tacunan, BtE NRW: „ich spreche Quechua aus Huánuco – Peru. Ich arbeite viel mit der Natur, ohne die Notwendigkeit, vieles zu sagen, sondern mehr zu fühlen. Anleiten kann ich gerne auf Quechua oder Deutsch."

Deutschlandweit erleichtert die Referentinnen-Suche, den oder die passende Referent*in für eine Veranstaltung zu finden.

Auszug aus dem Begleitheft zur Weltkarte mit Übungsanregungen:

„…Sprachen tragen zum Erhalt der Identität bei und ermöglichen die Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe. Indigene Sprachen sind vom Aussterben bedroht, da das grundlegende Recht auf  Zugang zu Informationen in ihren eigenen Sprachen Jahrhunderte lang missachtet wurde. In Chile z.B. sprechen zwar viele Menschen indigene Sprachen, die stark auf die nationale Einheit orientierte Regierung hat diese aber nicht in die Verfassung aufgenommen, sondern nur Spanisch zur Amtssprache erklärt.

Meist hören Sprachen nicht an der Landesgrenze auf. Das macht deutlich, dass die Länder auch jenseits der aktuellen politischen Ordnung kulturell und historisch miteinander verbunden sind. So wird Quechua zum Beispiel in Bolivien (Qhichwa), Peru (Qichwa) und in Ecuador (Kichwa) gesprochen. Solche regionalübergreifende Sprachen werden oft vernachlässigt, weil sich niemand für die Förderung zuständig fühlt.

Passende Übungsanregungen wären
•    Sprachen auf dem Papier und in der Realität
•    Sprachen in Zahlen

Ansprechpartnerin: Yvonne Rössler, Tel. 0228/20717541, yvonne.roessler@engagementglobal.de, www.bildung-trifft-entwicklung.de