Das zentrale Portal zum Globalen Lernen und
zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Europäischer Jugendaustausch „For a sustainable future“

0
Europäischer Jugendaustausch „For a sustainable future“. Quelle: www.einewelt-leipzig.de

Junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren aus Deutschland, Italien, Portugal und Ungarn treffen sich, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken und innovative Formen des Konsums und der Produktion unter Berücksichtigung von Umwelt und Menschenrechten zu schaffen. Hauptziel des Jugendaustauschs der Vereine Associazione ACMOS (Italien), Eine Welt e.V. (Deutschland), Aegee Budapest (Ungarn) und Associação Academia Cidadã – AAC (Portugal) ist es, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, die sozialen und ökologischen Auswirkungen des eigenen Konsumverhaltens zu verstehen um auf diese Weise den Stellenwert einer nachhaltigeren Lebensweise kennenzulernen.

Schlussendlich werden auf dieser Grundlage konkrete Vorschläge erarbeitet, die von den jungen Teilnehmer*innen, ihrem persönlichen Umfeld und den beteiligten Vereinen des Austauschs umgesetzt und weitergetragen werden können.

Die Herausforderung der Menschheit im 21. Jahrhundert besteht darin, die Bedürfnisse der Weltbevölkerung innerhalb der Ressourcen des Planeten zu befriedigen. Diese Herausforderung erfordert insbesondere die Ausbildung und Sensibilisierung junger Menschen sowie ihre Innovations- und Kreativitätsfähigkeit. Diese Herausforderung ist auch für junge europäische Bürger*innen von großer Bedeutung. Die Europäische Union fördert Demokratie, Achtung der Menschenrechte, Freiheit und Gleichheit, aber um diese Werte konkret zu verwirklichen, um eine nachhaltige Zukunft zu fördern und zu erreichen, ist es wichtig, dass bewusste und sensible Bürger*innen zu kritischen Verbraucher*innen werden können, sich der Auswirkungen ihrer Entscheidungen bewusst sind und innovative und integrative Unternehmer*innen werden.

All dies ist angesichts des Bevölkerungswachstums in den Städten, der Zunahme der Migration in Europa, der Ausbreitung von Armut, Arbeitslosigkeit und neuer Formen der Ausbeutung von Arbeitskräften, insbesondere unter Jugendlichen oder den Schwächsten, immer wichtiger. Diese Herausforderung anzunehmen bedeutet, sich der täglichen Auswirkungen unserer Entscheidungen bewusst zu werden und Praktiken und neue Geschäftsideen zu entwickeln:

  • Reduzierung von Verschwendung und Ressourcenverbrauch, ausgehend vom Alltag.
  • Förderung der gegenseitigen Unterstützung der Bürger*innen bei der Schaffung integrierter Gemeinschaften.
  • Förderung der Achtung der Menschenrechte und der Arbeitnehmer*innen durch verantwortungsvollen Konsum.
  • Verbesserung der Integration, insbesondere von Migrante*innen und benachteiligten jungen Menschen im Allgemeinen.
  • Verringerung von Arbeitslosigkeit und sozialer Marginalität durch die Entwicklung innovativer unternehmerischer Ideen.

Der erste Schritt des Projekts findet in Turin, Italien (15. bis 22. Juli 2019) statt. Dort wird mit der Einführung in das Thema begonnen.

Die Aktivitäten während des Treffens sind:

  • Nicht-formale Aktivitäten
  • Die Lektüre einiger Auszüge aus dem Buch „Doughnut Economy“.
  • Das Treffen mit einigen lokalen Zeitzeugen
  • Reflexion der Teilnehmer*innen

In der zweiten Phase müssen die Teilnehmer*innen in ihren lokalen Gemeinschaften nachforschen, um positive Erfahrungen in ihrem Territorium zu finden und mit den anderen Teilnehmer*innen in der dritten Phase zu teilen.

Die dritte Phase des Austauschs findet in Leipzig, Deutschland (21. bis 28. Oktober 2019) statt, um die gesammelten Erfahrungen auszutauschen. Es werden konkrete Beispiele für Unternehmungen oder Aktionen gefunden, die sich auf die Nachhaltigkeit in den jeweiligen Regionen konzentrieren. Neue Initiativen oder Unternehmensformen werden geschaffen, die am Ende des Austauschs getestet und verbreitet werden sollen.