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Digitalisierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen mit dem Ansatz des Whole School Approachs

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Puzzle Digitalisierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen mit dem Ansatz des Whole School Approachs. Copyright: EPIZ - Zentrum für Globales Lernen in Berlin

Im Rahmen des Programms Faire Schule hat das EPIZ Berlin zusammen mit dem Diakonischen Werk Teltow-Fläming eine Umsetzungsempfehlung für den Whole School Approach und die Implementierung des Globalen Lernens im Schulprofil erarbeitet. Sie verknüpft die Gestaltung des Unterrichts, des sozialen Miteinanders und der Beschaffung an Schulen entlang des Themas Digitalisierung und Globale Gerechtigkeit mit Globalem Lernen, Umwelt/Klima und Demokratischer Schulkultur. Mit Ideen, Konzepten und Links zu Materialien wird die Auseinandersetzung mit der Herausforderung der Digitalisierung im Unterricht, im Schulalltag und im schulischen Umfeld gestärkt.

Mit dem Whole School Approach stärken Schulen ihren Bildungsauftrag, alle Schülerinnen und Schüler auf das Leben vorzubereiten, gesellschaftliche Veränderungen im Schulumfeld sowie globale Herausforderungen aufzugreifen und im Schulleben erfahrbar zu machen. Auf das Themenfeld Digitalisierung und globale Gerechtigkeit bezogen heißt das, viele Aktivitäten unter dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung/des Lernens in globalen Zusammenhängen in den Blick zu nehmen. Digitalisierung wird im Idealfall von allen handelnden Akteurinnen und Akteuren – Schulleitung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern, Schulträger, Schulverein – als eine gemeinsame inhaltliche Herausforderung verstanden und gestaltet.

Dieser Prozess beginnt bei einer partizipativ orientierten Unterrichtsgestaltung: digitale Exkursionen und virtuelle Projektbesuche gehören in diesem Sinne genauso zum gemeinsamen Lernen wie innerschulische Debatten über demokratische Freiheiten im Spannungsverhältnis von Mensch und Maschine oder den Folgen der Globalisierung am Beispiel der Nutzung digitaler Endgeräte. Warum nicht die digitalen Ressourcen für Süd-Nord-Partnerschaften mit aktiven Recherchen verbinden, wie hier und anderswo faire und umweltverträgliche Technik eingesetzt und ein inklusiver Zugang zu digitaler Technik für alle ermöglicht werden kann? Warum anhand dieses Themenfeldes nicht intensive demokratisch geführte Debatten innerhalb der gesamten Schulgemeinschaft ermöglichen: zum Handy-Gebrauch, zum Datenschutz und zur Einführung von Abstimmungs-Apps, zu Desinformation und Medienkompetenz, Cybermobbing und Love Speech?

Das Querschnittsthema Digitalisierung bietet die Möglichkeit, im Kontext von Menschenrechten und globaler Gerechtigkeit die Beschaffungspraxis, das soziale Miteinander und die Unterrichtsgestaltung an Schulen zu verknüpfen. In einem Themenfeld, das ihren Alltag maßgeblich prägt, bearbeiten Schülerinnen und Schüler die drängenden Fragen unserer Zeit und werden dabei in die Gestaltung des Lern- und Lebensorts Schule aktiv einbezogen – im Unterricht und mit digitalen Ausstellungen, mit Repair-AGs, in der inhaltlichen und künstlerischen Ausgestaltung von Klassenräumen, Schulfluren und -höfen, mit Sammelaktionen von gebrauchten Geräten, thematischen Elternabenden, VR-Angeboten im Globalen Lernen und vielem mehr.