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Gut Essen, fair Essen!

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Mit der Kampagne "Gut Essen, fair Essen!" richtet sich die österreichische Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung an die World Trade Organisation (WTO). Seit Jahren verhandeln die Mitglieder der Welthandelsorganisation über die Liberalisierung in der Landwirtschaft und im Welthandel. Dabei geht es um neue Lebensmittelstandards wie Gentechnik, Hygienerichtlinien und Produktionsmethoden wie z.B. die Bestrahlung von Lebensmitteln. Dass die großen globalen Konzerne als Sieger aus den Verhandlungen herausgehen werden, scheint absehbar, meinen die Organisatoren der Kampagne. Verlieren würden viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in den Entwicklungsländern, ihre Familien und Gemeinden sowie die Arbeitnehmer/-innen in der Nahrungsmittelproduktion und der Landwirtschaft. Die Kampagne möchte die gerechte, ökologische, faire und regionale Produktion stärken.

Aus diesem Grund engagieren sich die Internationale Union der Lebensmittel- und Genussmittelgewerkschaften (IUL) und die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) seit Jahren mit Kampagnen, Unterschriftenaktionen, Seminaren und Informationsveranstaltungen. Die Nahrungsmittelsicherheit, für die sich die Kampagne einsetzt, ist ein zentrales Menschenrecht jedes einzelnen. Der unregulierte Handel mit Grundnahrungsmitteln unterminiere dieses Recht. Weltweit kontrollierten Konzerne die Nahrungsmittelversorgung und verdrängten immer mehr Kleinbauern und Kleinbäuerinnen weltweit, heißt es in der Kampagne.

Mit dieser Aktion lenken die beteiligten Gewerkschaften das Augenmerk auf das unnachhaltige und ungerechte Welternährungssystem, ein System, unter dem unzählige Menschen hungern, verhungern und Arbeitnehmer/-innen ausgebeutet werden. Die Gewerkschaften der Landwirtschafts- und Lebensmittelarbeitnehmer/-innen kämpfen dagegen an, unterstützen ein gerechtes und nachhaltiges Welternährungssystem und die Ausarbeitung und Durchführung multilateraler Umweltabkommen.