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Aktueller Newsletter zum Thema Biologische Vielfalt / Nachhaltige globale Landwirtschaft

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Feld von Adrian Infernus. Quelle: https://unsplash.com/photos/BN6iQEVN0ZQ

Liebe Leserinnen und Leser,

zu Beginn des Jahres erschien „Der Fleischatlas 2021 – Jugend, Klima und Ernährung“. Besonders beeindruckt hat uns während der Lektüre die Angabe zum Fleischkonsum junger Menschen: „Im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung ernähren sich doppelt so viele 15- bis 29-Jährige vegetarisch oder vegan. Für viele junge Erwachsene ist der Verzicht auf Fleisch ein politisches Statement“, heißt es in der Publikation der Heinrich-Böll-Stiftung (www.boell.de/de/de/fleischatlas-2021-jugend-klima-ernaehrung). Damit wird deutlich: Fleischkonsum ist heute ein stark politisches Thema und keine private Geschmackssache mehr. Die junge Generation lehnt die heutige Form der Tierhaltung ab.

Wir haben großen Respekt vor diesen jungen Menschen und unterstützen sie gern in ihrer Haltung. Sie sind besorgt um ihre eigene Zukunft auf diesem Planeten. In unseren BIOPOLI Bildungsveranstaltungen thematisieren wir das Thema „Fleischkonsum“ immer wieder: Ganze Schülerschaften haben wir bereits dazu in den Aulen informiert. Ein Austausch zum Thema ist bereichernd, vermittelt Wissen und weckt Empathie für die vegane und vegetarische Ernährungsweise. Beide Aspekte machen die Bildungsarbeit mit jungen Menschen so wertvoll für uns. Und wir bieten diese Themen an, weil sie die jungen Menschen stark bewegen und beschäftigen, bieten Raum, Methode und Expertise.

Laut einer kürzlich veröffentlichten UN-Studie sind der Fleischkonsum und die intensive Landwirtschaft die weltweit größten Naturzerstörer. Nie ist der Verlust von Lebensräumen und biologischer Vielfalt so dramatisch gewesen wie in den vergangenen 50 Jahren, warnen die Autoren. Ihre Forderung ist es, die Ernährung auf pflanzliche statt auf tierische Eiweißträger umzustellen (vgl. www.sonnenseite.com/de/umwelt/un-studie-fleischkonsum-ist-haupttreiber-d...).

Daher brauchen wir zukunftsfähige Konzepte für eine nachhaltige Landwirtschaft. Ein Konzept ist die Agrarökologie. Agrarökologie stellt eine Alternative zur industriellen Landwirtschaft dar und bietet Lösungen für die grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme. Um Agrarökologie zu stärken, müssen die verfehlten Agrar-, Handels-, Forschungs- und Subventionspolitiken grundlegend und schnell verändert werden.
Agrarökologie ist ein wissenschaftlich fundiertes Konzept, das zugleich auf ökologischen Prinzipien, dem politischen Ansatz der Ernährungssouveränität und dem Recht auf angemessene Nahrung basiert. Bauern und Bäuerinnen, handwerkliche Verarbeiter*innen und Verbraucher*innen stehen im Zentrum. Das Konzept baut auf den grundlegenden Prinzipien des ökologischen Landbaus auf, zu denen vornehmlich der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, der Kreislauf von Boden-Pflanze-Tier und Mensch sowie die Unabhängigkeit der Betriebe von externen Betriebsmitteln gehören.
Eben eine der Lösungen für ein gesundes Morgen für die jungen Menschen und den Planeten!

Wir wünschen Ihnen mit diesem Newsletter eine anregende und spannende Lektüre!

Jana Zotschew und Regina Schrader
Mitarbeiterinnen der Agrar Koordination in Hamburg

EWIK-Kooperationspartner