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Globales Lernen in der beruflichen Bildung - neue Rubrik und Newsletter

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Photo by Brooke Cagle on Unsplash

Liebe Leserinnen und Leser,

alles neu macht der Mai, so auch in der beruflichen Bildung. Damit die berufliche Bildung auch weiterhin ein Aushängeschild für Deutschland sein kann, bedarf es dringender Nachbesserung in Sachen Nachhaltigkeit. Dies hat inzwischen auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erkannt und Nachhaltigkeit und Umweltschutz sollen ab August 2021 Teile des Pflichtprogramms aller dualen Ausbildungen werden.

Dies entspricht den Empfehlungen des Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, wie sie bereits seit 2007 durch die Kultusministerkonferenz (KMK) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) formuliert wurden. Für die berufliche Bildung gilt: Bildungsprozesse sind so anzulegen, dass die jungen Arbeitnehmer*innen motiviert und befähigt werden, um globale Entwicklungen verantwortungsvoll mitzugestalten.

Hier sind vor allem die Lehrkräfte gefordert. Damit sie im breiten Spektrum der Anbieter von Lehrmaterialien qualitativ hochwertige, passgenaue und möglichst kostenlose Unterrichtshilfen finden, bietet das Portal Globales Lernen nun eine neue Rubrik „Globales Lernen in der beruflichen Bildung“.

Wie geht man mit Klimawandel, Konsum und dem Menschenrecht auf Bildung in Ländern außerhalb Europas um? Wie wirkt sich dies auf die Arbeitswelten aus? Um junge Menschen heutzutage für diese Fragen zu sensibilisieren, bedarf es persönlicher Identifikationsmöglichkeiten. Dies zeigt nicht zuletzt der große Zuspruch der „Fridays for Future“ Kampagne mit Greta Thunberg an der Spitze.

Multiplikator*innenprojekte wie „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ bieten diese Möglichkeit. Hier sind es Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika, die als Multiplikator*innen in berufsbildende Schulen gehen (jetzt neu: als Webinar online) und gelebte Erfahrungen aus ihren Herkunftsländern vermitteln. Weitere sinnvolle Projekte für den beruflichen Unterricht finden sich im Netzwerk GloNet des EPIZ-Berlin.

Und: sobald Reisen wieder gefahrlos möglich sein werden, sind schulische Austauschprojekte, wie ENSA, das entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm von Engagement Global eine willkommene Ergänzung im Schulalltag.

Damit eine Transformation der beruflichen Bildung im Sinne des „whole-institution-approach“ gelingt, müssen auch die Schulleitungen beruflicher Schulen vom Mehrwert des Globalen Lernens überzeugt sein. Diesen Anreiz schaffen unter anderem Schulsiegel für Nachhaltigkeit, wie beispielsweise „Grenzenlos-Schule“. Dank Auszeichnungen wie dieser werden berufliche Schulen in der Öffentlichkeit als ausgezeichnete Bildungsinstitution wahrgenommen und erlangen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil in der zunehmend globalisierten Welt.

Wir wünschen mit der neuen Rubrik eine spannende Lektüre und „packen wir es an“!

Dr. Julia Boger
WUS-Referentin "Grenzenlos - Globales Lernen in der beruflichen Bildung"