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Unser Newsletter im Dezember zum Thema Diversität und Inklusion

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Photo by Chris Barbalis on Unsplash

Liebe Leserinnen und Leser,

„Inklusion“ wird viel (und oft hitzig) diskutiert. Einerseits ist das gut, denn es zeigt, dass das Thema einen immer größeren Stellenwert bekommt und wir dabei sind, unser Zusammenleben neu zu überdenken. Im Alltagsdiskurs wird aber auch deutlich, dass es ein unterschiedliches Verständnis von Inklusion gibt. Inklusion wird oftmals auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen reduziert – und diese Betrachtungsweise ist zu kurz gegriffen.
Fakt ist, dass Menschen mit Behinderungen als weltweit größte Minderheit besonders häufig von Benachteiligung, Diskriminierung und Ausschluss betroffen sind. Daher ist Inklusion besonders wichtig für sie.

Aber Inklusion ist mehr, als Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen zu lassen oder eine Treppe in einen Aufzug zu verwandeln. Inklusion bedeutet Teilhabe an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens: an Arbeit, Bildung, Freizeit und Politik. Sie gilt allen Menschen – besonders denen, die aufgrund von Stereotypen, Vorurteilen und gesellschaftlichen Barrieren benachteiligt werden.
Inklusion ist ein gesamtgesellschaftliches Konzept, so wie es auch die Sustainable Development Goals (SDGs) für die zukünftige Entwicklung unserer Welt formulieren:

„Bis 2030 alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Rasse, Ethnizität, Herkunft, Religion oder wirtschaftlichem oder sonstigem Status zu Selbstbestimmung befähigen und ihre soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern.“ (SDG 10 „Weniger Ungleichheiten“)

Zum einen bedeutet Inklusion also, dass die umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht aufgrund von stereotypen Merkmalen verhindert werden darf. Zum anderen heißt Inklusion, dass nicht der Mensch selbst sich verändern muss (das kann er auch gar nicht, wenn es um Alter, Geschlecht, Behinderung, Herkunft, oder sexuelle Orientierung geht), sondern die Gesellschaft. Und das geschieht durch die Beseitigung von Barrieren.

Wenn wir Inklusion in diesem Sinne verstehen, dann haben wir den ersten Schritt getan, um Inklusion leben zu können. Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre mit spannenden Beispielen, wie dies gelingen kann.

Carolin Runte, Bildungsreferentin bei der Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.

EWIK-Kooperationspartner