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zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Unser Newsletter im Dezember zum Thema "Nachhaltiges Leben hier - unser ökologischer Fußabdruck "

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Logo SDG 12. Quelle: 17ziele.de

Liebe Leserinnen und Leser,

"Verantwortungsvoller Konsum & Produktion" - SDG 12 ist eng mit unserer Lebensweise verknüpft und wird symbolisiert durch das Unendlichkeitszeichen. Der Fokus liegt einerseits darauf, den individuellen ökologischen Fußabdruck zu verringern, das heißt im individuellen System nachhaltig zu leben und zu konsumieren und andererseits auf verantwortungsvollen Produktionsweisen der Wirtschaftsakteure.

Symbolhaft geht es um das Denken in Kreisläufen, systemisches Denken, Planen und Produzieren ohne Müll zu verursachen – von der Wiege bis zur Wiege (Cradle to Cradle).
Nimmt man diese Ansätze als Richtschnur für Entscheidungen des individuellen Konsums in den verschiedensten Lebensbereichen, so heißt es als Konsument*in zweimal zu überlegen und sich wichtige Fragen nach der Notwendigkeit zu stellen, bevor Anschaffungen getätigt werden: brauche ich nach zwei Jahren wirklich wieder ein neues Handy? Kaufe ich dann wieder ein günstiges Telefon oder erwerbe ich ein möglichst fair produziertes, das sich auch noch von mir reparieren lässt?
Welche Lebensmittel aus welchen Regionen der Welt und von welchen Agrarunternehmen konsumiere ich? Welche Kleidung leiste ich mir und wie oft? Welchen Umgang hatte meine Familie vor 20-30 Jahren mit Gütern und Waren des Alltags? Wie oft fliege ich in den Urlaub? - Oder übe ich mich in Genügsamkeit und besuche häufiger Urlaubsziele in der Nähe? Wie kann ich versiegelte Flächen effizient nutzen?

Es braucht einige Neugierde und eine offene Haltung, seinen eigenen Lebensstil hinsichtlich Nachhaltigkeit zu überprüfen und anzupassen, um weniger Erden zu verbrauchen. Doch es ist möglich, auch außerhalb einer „Blase“ von sensibilisierten Menschen. Und es ist genauso möglich auf Seite der Produzent*innen nachhaltig zu wirtschaften, auch wenn notwendige Weichenstellungen durch die Politik noch auf sich warten lassen. Dafür gibt es bereits etliche Beispiele [www.c2ccertified.org/products/registry].

Hier stellen sich ähnliche Fragen nach nachhaltigem Mehrnutzen und nicht nur aus Kostenersparnis. Wie kann die einmalige Verwendung von Ressourcen vermieden und eine Produktionskette optimiert werden, sodass weder Giftstoffe in die Umwelt eingebracht, noch Rohstoffe verschwendet werden? Ist das Produkt recyclingfähig oder eine Umweltbelastung? Kann die Energie für Fabriken direkt vor Ort aus nachhaltigen Quellen gewonnen werden? Ist die Rohstoffgewinnung zur Herstellung eines Produktes Teil von Ausbeutung und Unterdrückung?

Das große System, in dem wir leben und agieren, braucht gerade die in den systemischen Kontext übertragbare BNE und das Globale Lernen zur Vermittlung von Fakten, Details und Perspektiven, um zum Umdenken und Fragenstellen anzuregen. Zudem müssen die zahlreichen bereits gelebten Alternativen vorgestellt und sichtbar gemacht werden, damit Menschen inspiriert und motiviert aus unseren Veranstaltungen hinausgehen.

Dieser Anspruch ändert sich auch nicht in Zeiten von (Bewegungs-)Einschränkungen durch COVID19-Maßnahmen, gerade jetzt ist die ein oder andere Person vielleicht sogar offener für kritische Sichtweisen auf das derzeitige Wirtschaften und ihren ökologischen Fußabdruck.
In diesem Sinne, liebe Leser*innen: Bleibt gesund und kreativ in der Gestaltung nachhaltiger Bildungsangebote und seid gespannt auf den aktuellen Newsletter!

Ute-Amira Said / Projektkoordinatorin des CAMBIO e.V. - EWIK-Kooperationspartner

Der CAMBIO e.V. - Aktionswerkstatt für Umweltschutz und Menschenrechte existiert seit 2015 und führt verschiedene Bildungs- und Austauschformate im Rahmen einer BNE und Globales Lernen an Bildungsinstitutionen und für die Öffentlichkeit in Dresden und Umland durch.