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Koloniale Kontinuitäten!? Kolonialismus in der Entwicklungsarbeit

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Die Kolonialgeschichte ist nicht beendet. Aufgearbeitet ist sie nicht, und auch in der Entwicklungszusammenarbeit sind ihre Spuren deutlich erkennbar. Wie gehen Entwicklungsorganisationen damit um?
Wiederholen sie in ihrer Arbeit eurozentristische Muster, die geradewegs aus dem Kolonialismus kommen? Verbreiten sie systematisch das Bild des rückständigen Südens, für den sie Problemlösungen aus dem „entwickelten“ Norden bereithalten? Verstehen sie sich unhinterfragt als Wohltäter für „die Armen“, ohne jene Machtverhältnisse anzugreifen, welche Armut erst verursachen?

Vor allem junge Menschen hinterfragen traditionelle Konzepte der Entwicklungsarbeit und der Öffentlichkeitsarbeit von NGOs. Die Bangladesch-Organisation NETZ setzt sich mit diesen Fragen auseinander, in Workshops, in ihrer täglichen Arbeit und in der aktuellen Ausgabe ihres Magazins „NETZ“.

In dem Heft kommen viele Stimmen zu Wort, etwa Professor Aram Ziai von der Universität Kassel, die bangladeschische Menschenrechtsaktivistin Hana Shams Ahmed oder Lena Boeck, die sich ehrenamtlich in der entwicklungspolitischen Bildung engagiert. Die Beiträge machen deutlich, dass es mehr als eine Antwort gibt, und regen zur Meinungsbildung an. Die Zeitschrift mit dem Titel „Koloniale Kontinuitäten“ kann für 5 Euro online oder per mail (netz@bangladesch.org) bestellt werden und steht auch zum Download bereit.