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Konsum ohne Kinderarbeit – Tipps für einen fairen Einkauf

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Kaffee, Bananen, Schokolade, Handys oder Blumen - das Angebot an Waren, die in Deutschland in den Supermärkten liegen und ganz oder teilweise aus fernen Ländern kommen, ist immens. Oft erhalten die Menschen, deren Arbeit in den Produkten steckt, nur einen Lohn von täglich zwei oder drei Euro, was auch in Indien, Bangladesch oder Mosambik kaum ausreicht, um eine Familie zu ernähren. Die Kinder müssen deshalb früh zum Familieneinkommen beitragen.

Auch andere hierzulande selbstverständliche Arbeitnehmerrechte wie die Sicherheit am Arbeitsplatz, Gewerkschaftsfreiheit oder Sozialversicherung, werden oft mit Füßen getreten: Die Produktion muss so billig wie möglich sein, denn die Konkurrenz der Niedriglohnländer auf dem Weltmarkt ist groß. Weil sie die ungerechten globalen Handelsbeziehungen nicht mehr tatenlos hinnehmen wollen, kaufen Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend Produkte aus Fairem Handel und verlassen sich dabei auf die zahlreichen Siegel, mit denen garantiert wird, dass eine Ware unter fairen Bedingungen hergestellt wurde: keine Kinderarbeit, keine Ausbeutung, keine Menschenrechtsverletzung, keine Umweltverschmutzung.

Aber welchem Siegel kann man trauen? Und was genau sagt es aus? Mit dieser Broschüre will terre des hommes Licht in die Vielfalt der Siegellandschaft bringen und damit den Menschen, die sich ausbeuterischen Weltmarktstrukturen so gut es geht entziehen möchten, bei ihren Kaufentscheidungen helfen.