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Abschlusskommuniqué 2021 Pandemien und Klimawandel: Wie ernähren wir die Welt?

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Titelblatt Abschlusskommuniqué 2021 Pandemien und Klimawandel  Quelle: bmel.de/DE/themen/internationales/global-forum-for-food-and-agriculture/gffa2021.html

76 Agrarminister haben sich im Januar 2021 bei der 13. Berliner Agrarministerkonferenz beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) auf ein ambitioniertes Abschlusskommuniqué geeinigt. Ihr Thema: „Pandemien und Klimawandel: Wie ernähren wir die Welt?“

Lieferketten stabilisieren, Zoonosen und Klimawandel bekämpfen – Ernährung sichern

„Pandemien und Klimawandel: Wie ernähren wir die Welt?“: 13. Berliner Agrarministerkonferenz beschließt Abschlusserklärung

Zur Agrarministerkonferenz im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, im digitalen Format Amtskollegen aus aller Welt begrüßt. Mehr als 70 Agrarministerinnen und Agrarminister sowie hochrangige Vertreter von 13 internationalen Organisationen tauschten sich aus zum Thema: „Pandemien und Klimawandel: Wie ernähren wir die Welt?“. Sie verabschiedeten eine Abschlusserklärung, in der sie sich auf eine gemeinsame Pandemiebekämpfung verpflichteten. Die Erklärung ist ein wesentlicher Beitrag zum Food Systems Summit der Vereinten Nationen 2021.

Corona erschwert den Kampf gegen den Hunger – Schätzungen gehen pandemiebedingt von 130 Millionen zusätzlichen Menschen aus, die hungern. „Gleichzeitig lehrt uns Corona, an welchen Hebeln wir ansetzen müssen, um Hunger zu bekämpfen. Einerseits müssen Lieferketten funktionieren, damit Nahrung verfügbar ist, Preise stabil und bezahlbar bleiben: Hohe Preise dürfen nicht mit dem Hunger von Menschen bezahlt werden“, so Bundesministerin Julia Klöckner.

Außerdem seien neue Infektionserreger oftmals tierischen Ursprungs. „Die Gesundheit von Tieren ist deshalb eine gute Krankenversicherung für die Menschen. Ich setze mich entschieden für eine Stärkung des One-Health-Ansatzes ein. Mit unserem neuen Institut für Internationale Tiergesundheit/One Health am Friedrich-Löffler-Institut leisten wir hier bereits wichtige Arbeit“, betonte die Ministerin.
Sie betonte weiterhin die Notwendigkeit, weltweit den Klimawandel zu bekämpfen und gleichzeitig Erträge und Ernten zu sichern. Neue Pflanzenzüchtungen oder intelligente Bewässerungssysteme seien hier wichtige Instrumente.

Wesentliche Punkte der Abschlusserklärung:
1.    Wildtiergesundheit: Um weitere Pandemien zu verhindern, sind mehr Ursachenforschung, funktionierende Frühwarnsysteme und ein besseres Gesundheitsmanagement bei Wildtieren unerlässlich.
Denn: 70 Prozent der Infektionserreger, die in den letzten 30 Jahren bei Menschen neu aufgetreten sind, stammen von Tieren.

2.    Zugang zu Lebensmitteln: Ohne offene Märkte und funktionierende Versorgungsketten kann die Ernährung der Menschen nicht gesichert werden.
Denn: 40 Länder der Welt verfügen über so wenig Agrarfläche, dass sie auf Importe zwingend angewiesen sind. Exportbeschränkungen sind dann ein Preistreiber. Die Ministerin appelliert hier, die Initiative der WTO zu unterstützen, die eine Ausnahme für Ankäufe des Welternährungsprogramms von Exportbeschränkungen fordert.

3.    Klimawandel: Die Landwirtschaft ist Opfer des Klimawandels, aber auch Teil der Lösung. Moderne Produktionsweisen und Digitalisierung können den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verringern. Böden müssen verstärkt als Kohlenstoffsenken genutzt werden. Eine Stärkung der Agroforstwirtschaft sowie der Anbau standortangepasster Pflanzen sind nötig, um die Ernährung trotz veränderter klimatischer Bedingungen zu sichern.