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„Learn4Life!“-AGs von Masifunde beschäftigen sich mit dem Thema „Flucht und Migration“

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Aus der Arbeit der „Learn4Life!“-AGs. Quelle: Masifunde

Zum neuen Schuljahr konnte Masifunde mit drei „Learn4Life!“ AGs am Theresianum Gymnasium in Mainz, an der Viktoriaschule in Darmstadt und an der Weidigschule in Butzbach starten. Die Gruppen beschäftigen sich über das gesamte Schuljahr mit verschiedenen Themen des Globalen Lernens, u.a. auch mit Flucht und Migration.

Der thematische Einstieg erfolgt dabei über eine Einheit zu Ausgrenzung und Diskriminierung mit Bezug zu Vorurteilen, gesellschaftlichen Privilegien und Marginalisierungen. Den teilnehmenden Schüler*innen der Sek II wird vermittelt, wie Vorurteile funktionieren und welche Gefahren sie mit sich bringen. Außerdem reflektieren die Schüler*innen ihre eigene Position in der Gesellschaft und lernen strukturelle Hürden bestimmter gesellschaftliche Gruppen wahrzunehmen. Für die inhaltliche Vertiefung setzen die Schüler*innen sich mit der Frage auseinander was Flucht und Migration eigentlich bedeuten. Dabei reflektieren die Schüler*innen ihren eigenen Bezug zum Thema und bekommen einen Einblick in geschichtliche Hintergründe von Migration. Die Schüler*innen erfahren in verschiedenen Übungen, was Menschen zu Flucht bewegen kann und welche Faktoren dabei entscheidend sein können.

Eine Einheit zu Globaler Ungleichheit möchte der Frage, wieso Menschen migrieren nachgehen und Gründe erläutern, die Menschen zur Flucht bzw. Migration bewegen. Den Schüler*innen wird über ein Spiel das Missverhältnis von Aufnahmezahlen und wirtschaftlichem Wohlstand der Länder visualisiert und die ungleiche Ressourcenverteilung zwischen den Ländern des Globalen Nordens und denen des Globalen Südens verdeutlicht. Weiterhin werden Probleme von Grenzziehungen thematisiert und damit einhergehend auch Privilegien bzgl. Grenzüberquerungen aufgezeigt. Zuletzt werden auch Asyl und Schutzstatus in Deutschland beleuchtet.

Teil der „Learn4Life!“-AGs ist auch immer das erarbeiten und aufzeigen von Handlungsoptionen in Form von selbst entwickelten Projekten, von der Kampagnenarbeit bis hin zum Austausch mit Betroffenen oder Expert*innen-Gästen ist hier alles möglich. Die interaktive und partizipative Gestaltung der AG steht dabei im Fokus. Platz wird darüber hinaus auch für aktuelle Bezüge und Geschehnisse im Zusammenhang mit dem jeweiligen Thema eingeräumt.

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es Jugendliche durch interaktive Methoden und eigenständige Projektarbeiten, dazu anzuregen ihr eigenes Handeln in den Kontext globaler Entwicklungen zu stellen, Verantwortung zu übernehmen und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie zu einer gerechteren Globalisierung beitragen können.

Die „Learn4Life!“-AGs werden mit Schüler*innen der 7. bis 10. Klasse über ein ganzes Schuljahr hinweg durchgeführt. Das Bildungsangebot ist kostenfrei für Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Die nächste Runde „Learn4Life!“ startet zwar erst im kommenden Schuljahr, aber auch vorab steht das Team für punktuelle Kooperationen und Schulbesuche bereit.