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Drei neue Materialien von WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V.

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Drei neue Materialien von WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V. Bildquelle: weed-online.org

WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V. bietet drei neue Materialien an: Im Infoblatt "Konfliktrohstoffe in IT-Produkten vermeiden - Handlungsoptionen für Verbraucher/innen" wird über die Problematik der Konfliktrohstoffe in IT-Produkten informiert und Anregungen genannt, wie auch Verbraucher*innen ihre Handlungsoptionen wahrnehmen können, die WEED-Studie "Am anderen Ende der Lieferkette" zu Rohstoff-Ansätzen des IT-Sektors untersucht die Handlungsansätze von insgesamt 19 IT-Herstellern zu verantwortungsvollem Bezug von Rohstoffen und das WEED-Infoblatt "Öffentliche IT-Beschaffung: Gütezeichen zu sozialen Kriterien" bietet eine Einführung zu sozialen IT-Gütezeichen und Tipps für die praktische Anwendung in IT-Ausschreibungen.

 

Infoblatt: "Konfliktrohstoffe vermeiden"

Für das Durchbrechen der Verknüpfung alltäglicher IT-Konsumgüter mit Konflikten und Gewalt gibt es keine eindimensionalen oder schnellen Lösungen. Eine Verbesserung für die betroffenen Menschen wird nur erreicht, wenn alle relevanten Stakeholder jeweils in ihrem eigenen Handlungsfeld ihre Verantwortung übernehmen. Hier sind allen voran Unternehmen, die Rohstoffe nutzen oder verarbeiten, und die Politik verantwortlich. Doch auch der entsprechende Druck und aktives Handeln jeder/s Einzelnen als Verbraucher/in und als Teil einer kritischen Öffentlichkeit sind wichtig, damit Unternehmen ihrer Verantwortung gerecht werden und ihre Lieferketten- und Rohstoffpolitik ernsthaft ändern.

Das Infoblatt behandelt Tipps zur längeren Nutzung und Reparatur, zum Konsum (Gebrauchtkauf, Zertifikate und Rankings) und zur Entsorgung der Geräte sowie Ideen für Möglichkeiten sich politisch einzubringen.

 

Studie "Am anderen Ende der Lieferkette" zu Rohstoff-Ansätzen des IT-Sektors

Die Produktion von PCs, Smartphones, Druckern und sonstigen IT-Produkten geht entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen einher. Dies beginnt schon beim Abbau der benötigten mineralischen Rohstoffe, der häufig mit Konflikten und schweren Menschenrechtsverletzungen verknüpft ist. Hierzu gehören Kinderarbeit, Zwangsarbeit, mangelnder Sicherheits- und Gesundheitsschutz, negative Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen auf umliegende Gemeinden, Zwangsumsiedlungen und die als "Konfliktmineralien"-Problematik bekannte Finanzierung bewaffneter Gruppen.

Was tun IT-Hersteller, um solche Missstände "am anderen Ende der Lieferkette" zu verhindern? Der Bericht untersucht die Handlungsansätze von insgesamt 19 IT-Herstellern zu verantwortungsvollem Bezug von Rohstoffen.

 

Infoblatt "Öffentliche IT-Beschaffung: Gütezeichen zu sozialen Kriterien"

Seit der Vergaberechtsreform 2016 ist klargestellt, dass Gütezeichen zu sozialen Kriterien im Vergabeverfahren verwendet werden dürfen. Gütezeichen können ein hilfreiches Werkzeug für die Nachweisführung sein, aber auch für die Identifizierung relevanter Leistungsmerkmale. Im Infoblatt stellen wir die Möglichkeiten vor und geben Tipps für die praktische Anwendung in IT-Ausschreibungen.