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Fact-Sheet: Die Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen (aktualisierte Neuauflage 2015)

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Laut einer Umfrage von Bitkom liegen in Deutschland etwa 106 Millionen Handys ungenutzt in Schubladen. So kommen wir auf etwa 1,3 Handys  pro Person – und das sind nur die ungenutzten Handys.

In einem Handy stecken bis zu 60 Stoffe, darunter 30-40 Metalle. Den größten Wertanteil eines Handys machen vor allem die Stoffe aus, die auf den ersten Blick unsichtbar bleiben: Das Gold, Silber und Platin in den Leiterbahnen, Kobalt in den Akkus, Tantal in den Kondensatoren. Indium und Gallium – zwei der seltensten Stoffe auf diesem Planeten – sind aktuell aus Touchscreens und ähnlichen Bestandteilen von Elektronik nicht wegzudenken.

Neben der Rohstoffknappheit sollte man auch bedenken, dass viele dieser Metalle unter extremen Umweltschäden oder unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen gefördert und zu Bauteilen und Geräten verarbeitet werden. Lebensfeindliche Mondlandschaften, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, durch Rohstoffabbau finanzierte Konflikte, ungesicherte Bergbaustollen mit hohen Unfallraten, Arbeitszeiten von z.T. über 60 Stunden in der Woche – all das steckt auch in unseren Handys.

In dem vorliegenden Fact-Sheet nimmt das SÜDWIND-Institut die Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen unter die Lupe, die vom Abbau der Erze in Minen über die Verarbeitung der Metalle zu einzelnen Komponenten bis hin zur Fertigung der Endgeräte, deren Verkauf und deren Entsorgung reicht. Dabei zeigt sich, dass es auch in der Produktionskette von Mobiltelefonen große Missstände gibt, die dringend behoben werden müssen.

Das Fact-Sheet ist Teil einer Reihe von Publikationen, die sich insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer wendet. Neben Mobiltelefonen werden die Produktions- und Lieferwege für Bananen und Schokolade genauer beleuchtet. Dazu werden auf der SÜDWIND-Website Power-Point Präsentationen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus finden sich hier auch noch weitere Hintergrundstudien.

Die Fact-Sheets können hier heruntergeladen oder über info@suedwind-institut.de bestellt werden.