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Ab nach Bangladesch: Der Schrott der Weltmeere

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Frachtschiffe, Luxusdampfer und Öltanker: Mit bloßen Händen zerlegen die Arbeiter den Schrott der Weltmeere - in der größten Abwrack-Zone der Welt, in Chittagong, im Süden Bangladeschs.

Mit seinem Film "Eisenfresser" kehrt der Regisseur Shaheen Dill-Riaz an den Ort seiner Kindheit zurück: in unglaublichen Bildern erzählt er uns von den Männern aus dem verarmten Norden des Landes, die gezwungen sind, tagtäglich ihr Leben einzusetzen, um diese Giganten der Zivilisation auseinander zu nehmen. Sie ziehen riesige Stahlseile durch den Schlick, schweißen und hämmern, wobei ganze Schiffshälften unter und über ihnen zusammenkrachen. Umwelt-Auflagen werden umgangen.

Schonungslos belichtet der Film die verhängnisvolle Allianz der lokalen Machtstrukturen mit den Mechanismen des globalen Marktes. "Es ist die unglaubliche Nähe zu den Arbeitern, die den besonderen Blick des Films ausmacht", begründet das Festival "New Berlin Film Award" die Auszeichnung des Werkes als besten Dokumentarfilm 2008 (Farbe, 85 Min., mit Untertiteln). Der Film kann bestellt werden bei der Bangladesch-Organisation NETZ. Das NETZ special zum Film (24 Seiten, 4-Farbdruck) mit allen Hintergrund-Infos wird kostenlos mitgeliefert - auch im Klassensatz, wenn gewünscht.