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La Puya – der gewaltfreie Widerstand gegen eine Goldmine. Ein Planspiel für Schüler*innen ab 15 Jahren

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Das pbi-Team in Guatemala. Quelle: peace brigades international | Deutscher Zweig e. V.

Im May 2014 beobachtete das peace brigades international (pbi) Team in Guatemala die Eskalation eines Landraub-Konflikts mit dem Namen LaPuya zwischen den vertriebenen Bauern und den Sicherheitskräften einer transnationalen Minengesellschaft. Dieser dauert bis heute an...

In dem Planspiel „La Puya – der gewaltfreie Widerstand gegen eine Goldmine“ können Schülerinnen und Schüler beispielhaft die Ursachen für in diesem Kontext entstehende Konflikte kennenlernen. Sie schlüpfen dabei in die Rollen der verschiedenen Beteiligten und lernen dadurch deren Eigeninteressen und Hintergründe kennen. Sie erfahren, wie lokale Menschenrechtsverteidiger*innen sich mit Unterstützung internationaler Organisationen gegen die Interessen transnationaler Unternehmen gewaltfrei zur Wehr setzen und welchen Risiken und Gefahren sie sich dabei aussetzen.

Internationale Unternehmen beuten in Lateinamerika mit der Unterstützung korrupter Regierungen das angestammte Land indigener Gemeinschaften aus. In Guatemala geht es um die Ausbeutung von Wasser- und Landressourcen. So dienen Staudämme zum Betrieb von Wasserkraftwerken der Stromerzeugung für den Export und zur Versorgung der Bergbauindustrie, wie beispielsweise in La Puya für den Goldabbau. Dafür werden ganze Dörfer und Gemeinschaften vertrieben oder das Leben vor Ort wird den Bewohnern unerträglich gemacht.

Einzelpersonen, Organisationen und soziale Bewegungen, die gewaltlos für ihre Rechte auf Wasser, Land, Gesundheit und eine intakte Umwelt kämpfen, werden eingeschüchtert, bedroht und kriminalisiert. Die Peace Brigades International begleiten Menschenrechtsverteidiger*innen vor Ort als internationale Beobachter zu ihrem Schutz, um Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen. Dazu gehört seit vielen Jahren auch der gewaltlose Widerstand in La Puya gegen ein Minenprojekt in der Umgebung der guatemaltekischen Hauptstadt.

Das Rollen-Simulationsspiel ist geeignet für Schüler*innen ab Sek. II, Studierende und auch in der Erwachsenenbildung einsetzbar, um die internationalen Menschenrechtsschutz-Anstrengungen im Kontext der Globalisierung mit Hilfe von erfahrungsgestütztem Lernen in der Gruppendynamik nahezubringen. Das Planspiel lässt sich am besten im Rahmen eines Projekttages umsetzen und kostet normal 250€.

Menschenrechtsbildung: Das pbi-Bildungsprojekt

peace brigades international (pbi) versteht den Schutz der Menschenrechte als eine globale Angelegenheit. Überall auf der Welt setzen sich Menschen dafür ein, dass diese respektiert und geschützt werden. Um die globalen und lokalen Zusammenhänge von Menschen­rechtsverletzungen in das Bewusstsein der Menschen hier vor Ort zu holen, schlägt das 2004 entstandene Bildungsprogramm „Menschenrechte lernen & leben“ eine Brücke zwischen der internationalen Friedensarbeit von pbi und der Menschenrechtsarbeit in Deutschland.