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Wem gehört das Saatgut? Eine Lernkiste zum Ausleihen für Schulen und Workshops für Schüler*innen

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Saatgut Bild, Quelle: privat

Über tausende Jahre wurden unzählige Sorten gezüchtet, die der Ernährung dienen. Weltweit nutzt vor allem die kleinbäuerliche Landwirtschaft das traditionelle Wissen und produziert bis heute in Ländern des globalen Südens weit mehr als die Hälfte der dort konsumierten Nahrung. Für den Erhalt der kleinbäuerlichen Wirtschaft ist die Züchtung von samenfesten, vielfältigen Sorten wichtig, denn nur so können Kleinbäuer*innen ihr eigenes Saatgut produzieren und wer die Saat hat, hat das Sagen. Das haben auch große Saatgutfirmen und die Agrarindustrie erkannt. Mit der Aneignung von Saatgut locken neue Einnahmequellen und Absatzmärkte. Doch mit der Industrialisierung der Landwirtschaft und der Kommerzialisierung des Saatguts geht Vielfalt verloren. Und  auch bei uns landet immer weniger von dieser Vielfalt auf dem Teller. Wie kommt es, dass von einer enormen Sortenvielfalt, nur ein geringer Teil auf den Äckern dieser Welt angebaut wird? Wer bestimmt, was gesät wird? Was bedeutet Patent? Wem nützen Patente, wen benachteiligen sie?

Das Bildungsmaterial vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika e. V geht diesen Fragen anschaulich anhand eines Comics am Beispiel Mais nach. Das Material setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen, die unterschiedlich kombiniert werden können, so dass Workshops von 3h bis 6h Unterrichteinheiten möglich sind. Somit können einzelne Bausteine gut in den Unterricht eingebaut werden.

Die Themen der Bausteine sind:

  • Die Geschichte des Mais, Traditionelle und kommerzielle
  • Saatgutzüchtung, Geistige Eigentumsrechte und der Saatgutmarkt, Biologische Vielfalt,
  • Kleinbäuerlicher Widerstand und Alternativen weltweit.

Die Lernkiste enthält Methodenbeschreibungen und das entsprechende Material zur Durchführung. Die Kiste steht zur Ausleihe zur Verfügung. 

Das Bildungsmaterial richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Es ist fächerübergreifend gestaltet und gehört zum Thema „Nachhaltige Entwicklung / Lernen in Globalen Zusammenhängen“.