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Verschwenderisches Essen – Ressourcenverbrauch der Ernährung und die Rolle von Fleischkonsum und Lebensmittelabfällen

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Für Viele zählen beim Essenseinkauf vor allem das Aussehen und der Preis – möglichst günstig muss es sein. Doch wie wertvoll unser Essen eigentlich ist, wird erst klar, wenn man einen Blick auf die vielen Ressourcen wirft, die in unserem Essen stecken: von den genutzten Ackerflächen, dem Mutterboden, über Wasser und Saatgut bis hin zu Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln. Natürlich steckt auch viel Energie in unserem Essen – die Arbeit der Menschen, die in der Landwirtschaft, bei der Verarbeitung der Rohstoffe und im Handel arbeiten. Hinzu kommt der Energieverbrauch für die Herstellung von Düngemitteln und Pestiziden und der Energieverbrauch der Fahrzeuge und Maschinen, die bei der Ernte, beim Transport, bei der Verarbeitung und bei der Lagerung eingesetzt werden.

Das Problem ist: Die für die Nahrungsproduktion notwendigen Ressourcen sind nicht unbegrenzt verfügbar – im Gegenteil: viele von ihnen sind bereits jetzt Mangelware.
In vielen Regionen der Welt ist Wasserknappheit ein großes Problem und auch die Ackerflächen sind bereits hart umkämpft. Gerade angesichts der steigenden Weltbevölkerung ist klar: Wir müssen sparsam mit unseren natürlichen Ressourcen umgehen, damit Hunger und Mangelernährung in der Welt nicht zu- sondern abnimmt.

Doch davon sind wir noch weit entfernt: Verschwendung von Lebensmitteln und Agrarrohstoffen steht weltweit auf der Tagesordnung. Weltweit werden jährlich 1,3 Millionen Tonnen Lebensmittel – etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel – weggeworfen. Wie viele Ressourcen verbraucht werden, hängt auch stark von der Art und Weise ab, wie wir uns ernähren. So werden bei der Herstellung tierischer Lebensmittel viel mehr Ressourcen verbraucht als bei der Herstellung pflanzlicher Lebensmittel.

Ein neues Arbeitsheft des Jugendbildungsprojekts BIOPOLI bietet Hintergrundinformationen zu verschiedenen Aspekten des  Ressourcenverbrauchs unserer Ernährung. Es beleuchtet Ursachen und Lösungsstrategien für einen zu hohen Ressourcenverbrauch und Ressourcenverschwendung.
Die Themen Ressourcenverbrauch unserer Ernährung, Fleischkonsum und Lebensmittelabfälle sind sehr komplex. In diesem Heft werden viele wichtige, aber natürlich nicht alle Aspekte beleuchtet. 

Das Heft steht in einer Reihe von Biopoli-Arbeitsheften, die sich thematisch ergänzen. So werden zum Beispiel einzelne Aspekte im Hinblick auf den Fleischkonsum in anderen Heften behandelt (z.B. das Thema Tierwohl im Heft „Ökologische und konventionelle Landwirtschaft im Vergleich“ und das Thema Dumping von Fleisch und Milchprodukten in Afrika im Heft „EU-Agrarpolitik und Weltagrarhandel“).

Dieses Heft ist konzipiert als Hintergrundinformation für Lehrer/-innen und Schüler/-innen ab Klasse 9. Es enthält zudem Arbeitsaufträge und bietet Anregungen für Recherche und Diskussion.

Es kann für 7 € online bestellt werden und steht auch zum kostenlosen Download bereit.