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Orang-Utans in Not: Neue Unterrichtsmaterialien zum Thema Palmöl

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Orang-Utans in Not e.V. wurde im Jahr 2007 von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig mit dem Ziel gegründet, die letzten freilebenden Orang-Utans und deren Lebensraum zu schützen und zu erhalten.

Da sich der Palmölanbau in Monokultur mittlerweile zur größten Bedrohung für den Lebensraum der Orang-Utans entwickelt hat, baut der Verein seine Aktivitäten im Bereich Umweltbildung in Deutschland aus. Mit einem umfassenden Angebot zu den Themen Regenwald, Menschenaffen, Nachhaltigkeit und Palmöl ist der Verein in der Region Leipzig mit Ganztagsangeboten und Projektwochen an Schulen und Kindergärten vertreten.

Neu entwickelt wurden nun ein Planspiel, eine Gruppenarbeit und ein Workshop zum Thema Palmöl, einsetzbar in den Sekundarstufen I und II sowie in der Erwachsenenbildung.

Planspiel Palmöl

Ziel des Planspiels ist es, den Teilnehmer*innen die komplexe Problematik des zunehmenden Einsatzes von Palmöl aufzuzeigen. In einer  Anhörung  durch  ein  Expertengremium  sollen  alle  Aspekte  (pro  und  contra)  der Palmölproduktion   und -verwendung   sowie   des   Handels   mit   Palmöl   erörtert   werden. Anschließend  legt  das  Expertengremium  Kriterien  für  ein  neues  Palmöl-Siegel  fest  und begründet diese (mind. 15 bis max. 30 Teilnehmende, Zeitbedarf: bis zu 1/2 Tag, ca. 4-5 Zeitstunden).

Mit der Veranstaltung soll folgendes erreicht werden:

  •     Wissensvermittlung über die Produktion und den Einsatz von Palmöl sowie die Folgen des Palmölanbaus für Mensch, Natur und Klima
  •      Einüben von Kommunikationsfähigkeiten wie Argumentation, Zuhören und Verhandlungsgeschick; auf Grund der Kürze der Vorträge der teilnehmenden Gruppen wird das prägnante Darstellen von Fakten geübt.
  •      Ableiten eigener Handlungsmaximen

Gruppenarbeit Palmöl

Ziel der Gruppenarbeit ist es, den Teilnehmer*innen die komplexe Problematik des zunehmenden Einsatzes von Palmöl aufzuzeigen und praktische Anreize zu geben, im Alltag die Verwendung von Palmöl zu reduzieren. Anhand von konkreten Aufgabenstellungen und dem dazugehörigen Informationsmaterial arbeiten die Schüler*innen in Kleingruppen Kurzvorträge aus, um sich die Ergebnisse gegenseitig vorzustellen. Um praktische Anreize zu setzen, wie das eigene Konsumverhalten nachhaltiger gestaltet werden kann, könnte mit den Schüler*innen zusammen eine palmölfreie Schokocreme hergestellt werden. Außerdem kann das neu gewonnene Wissen über Palmöl in Supermarktprodukten in einem Lebensmittelgeschäft praktisch angewendet werden.

Mit der Veranstaltung soll Folgendes erreicht werden:

  •     Wissensvermittlung über die Produktion und den Einsatz von Palmöl sowie die Folgen des Palmölanbaus für Mensch, Natur und Klima
  •     Zielgerichtetes Erarbeiten und prägnantes Darstellen von Fakten in kurzen Vorträgen
  •     Ableiten eigener Handlungsmaximen

Ausführliche Beschreibungen der Materialien, die einzelnen Bausteine sowie Anleitungen für Lehrkräfte stehen zum Download zur Verfügung, ebenso wie weitere Materialien für Kindergarten und Grundschule.

Workshop "Auf Palmöl verzichten und den Regenwald schützen"

Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmer*innen den engen Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsumverhalten und der massiven Regenwaldzerstörung für billiges Palmöl zu verdeutlichen. Mit einfachen Rezepten und wenigen Zutaten werden Produkte selber hergestellt, die im Supermarkt sonst häufig nur mit Palmöl zu finden sind. Dadurch soll bei den Teilnehmer*innen ein bewussteres Konsumverhalten angeregt werden, um den Regenwald und seine Bewohner zu schützen.