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GastroINKLUSIV: Neue Unterrichtsmaterialien und weiterführende Publikationen für inklusives Globales Lernen

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In dem dreijährigen Projekt GastroINKUSIV (gefördert im EU-Programm ERASMUS+) hat das EPIZ Berlin gemeinsam mit Partner/-innen aus Berufsschulen, Betrieben und NGOs des Globalen Lernens verschiedene Publikationen entwickelt.

Das Unterrichtsmaterial „Erfolgsrezepte. Inklusive Lernmaterialien für eine nachhaltige Gastronomie“ richtet sich an Auszubildende im Bereich Gastronomie, Lebensmittelhandwerk und -verkauf. Die vier Module zu den Themen Lebensmittelverschwendung, Gemüse, Fleisch und Fisch sind aber auch für die Allgemeinbildung geeignet. Das Planspiel „Hühner für Ghana?“ thematisiert Geflügelexporte nach Ghana auf interaktiver Weise und ermöglicht Wissenserwerb sowie Reflexion über globale Zusammenhänge und Machtverhältnisse auf der Basis intensiver Erfahrungen, die die Teilnehmenden in dem Spiel machen.

Das Besondere an beiden Unterrichtsmaterialien ist, dass sie sowohl in heterogenen als auch homogenen Klassen genutzt werden können, in denen Jugendliche und junge Erwachsene mit oder ohne verschiedene Einschränkungen lernen. Der Fokus wurde dabei auf die Kompetenzbereiche Lesen und Schreiben, Sprachkenntnisse sowie Konzentration und Abstraktion gelegt. Getestet wurden die Materialien an Berufsschulen mit und ohne sonderpädagogischen Auftrag sowie in Gruppen, in denen Schüler*innen und Auszubildende mit und ohne Fluchterfahrungen zusammenarbeiteten.

In dem Projekt wurde außerdem ein „Leitfaden mit Empfehlungen zur Entwicklung von inklusivem Lernmaterial“ erarbeitet. Er fokussiert auf die Frage, was eine inklusive Methodik und Didaktik sowie Gestaltung von Lernmaterialien ausmacht und gibt Hinweise, worauf konkret geachtet werden kann und wie der Prozess gestaltet werden kann, wenn Lehrkräfte und Multiplikator/-innen der außerschulischen Bildung inklusiv arbeiten wollen.

Weiterhin entstand ein „Good-Practice-Papier zur Inklusion in Berufsschule und Betrieb“. Hier werden beispielhafte Schulen und Betriebe aus Italien, Österreich und Deutschland vorgestellt, die Inklusion bereits erfolgreich umsetzen. Außerdem werden inklusionsfördernde Ansätze wie etwa das Verbinden von Teilsystemen und die Personenorientierung dargestellt.

Auf der Basis der Erfahrungen im Projekt GastroINKLUSIV haben wir Empfehlungen an unterschiedliche Player im Bereich Inklusive Bildung formuliert. Sie finden sie in dem Papier „Empfehlungen für Stakeholder aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft zur Förderung von Inklusion in Berufsbildung und Beschäftigung“.