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k(NO)w Ananas - Tropische Früchte und Biologische Vielfalt: Partner oder Gegner?

geprüft

k(NO)w Ananas - Tropische Früchte und Biologische Vielfalt: Partner oder Gegner?

Autoren: 
Explority e.V.
Erscheinungsjahr: 
2019
Themen: 
Arbeitsbedingungen
Fairer Handel
Nachhaltigkeitsziele / SDGs
Lebensmittelverschwendung
Biodiversität
Umweltschutz
Zielgruppen: 
Sekundarstufe I
Sekundarstufe II
Schulfächer: 
Sachunterricht
Politische Bildung
Religion / Ethik
Geographie
Geschichte
Materialart: 
Open Educational Resources (OER)
Länder: 
Costa Rica
Kenia
Deckblatt Quelle: www.globaleslernen.de

Das Bildungsmaterial von explority beschäftigt sich mit der Ananas und dem Spannungsverhältnis zwischen industrieller auf Gewinnmaximierung ausgerichteter monokultureller Produktion und den Konsequenzen für Biologische Vielfalt und Gesundheit.

Im Gegensatz zur ökologischen Anbauweise von Kleibauernkooperativen werden unter hohem Einsatz von Chemikalien als Düngemittel und zur Schädlingsbekämpfung industrielle Ananas hergestellt und in deutschen Supermärkten und Discountern verkauft. Diese Ananas wird auch unter erheblichen Einschränkungen von Arbeitnehmer*innenrechten bei Erntehelfer*innen produziert.

Das Bildungsmaterial lädt Jugendliche ein, sich auf eine globale Ananasreise zu begeben, die sie zum Weltmarktführer Costa Rica über die Elfenbeinküste bis hin zur Flugananas aus Kenia führt. Die Materialien halten auch Arbeitsaufträge und Übungen wie ein Ananasrätsel und medienpädagogische Anleitungen wie z.B. die Erstellung eines Trickfilms, Audio-Podcasts bereit. Jugendliche werden angeregt, sich aktiv mit ihrer eigenen Media Advocacy Kampagne zur globalen Situation und Gefahren industrieller Ananasproduktion beteiligen können.

Kommentar einer unabhängigen Gutachterin im Auftrag des Portals Globales Lernen:

Mit k(NO)w Ananas werden erstmals entwicklungspolitische Bildungsthemen mit medienpädagogischen Arbeitsaufgaben wie eigene Radiosendungen, Audio-Podcasts, Trickfilme oder Filmplakate zu einer partizipativen und interaktiven Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen rund um das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung verknüpft.

Leider bleibt das Material in einer eurozentristischen Sichtweise stecken. Während die Menschen aus dem Globalen Norden personifiziert mit Namen durch das Material führen, bleibt es bei den Menschen aus dem Globalen Süden bei „Erntehelfer*innen“ und „Arbeiter*innen“ und sie kommen kaum zu Wort. Die Pluralformen werden nicht gegendert mit Ausnahme (allerdings auch nicht stringent) des Wortes Arbeiter*innen.