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zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Fair macht Schule

geprüft

Fair macht Schule

Autoren: 
Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V.
Erscheinungsjahr: 
2020
Themen: 
Fairer Handel
Konsum
Gerechtigkeit
Globalisierung
Nachhaltigkeit
Zielgruppen: 
Sekundarstufe I
Sekundarstufe II
außerschulische Jugendarbeit
Schulfächer: 
Geographie
Sachunterricht
Politische Bildung
Wirtschaft
Religion / Ethik
Geschichte
Titelseite „Fair macht Schule“. Quelle: Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V.

Woher kommen die Produkte, die wir täglich konsumieren? Welchen Weg hat das eigene Handy hinter sich, bevor man es nutzt und welche Probleme gibt es in der Produktion? Wo und wie engagieren sich Menschen weltweit für mehr Gerechtigkeit und den Fairen Handel? Was kann ich und was können wir an der Schule tun, um uns für globale Gerechtigkeit einzusetzen?

Diese und andere Fragen stehen im Zentrum des Projekts „FAIR macht Schule!“. Das vorliegende Methodenheft bietet Lehrkräften und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren die Möglichkeit, einige der Methoden und Lernparcours aus dem Projekt selbst im Unterricht einzusetzen. Neben Methoden zum Einstieg in die grundsätzliche Thematik von nachhaltigem Konsum und weltweiten Zusammenhängen von Produktion, Handel und Konsum sowie Methoden zur Auswertung und zur Entwicklung von Handlungsoptionen bilden Module zu vier beispielhaften Produktgruppen das Herzstück der Aktionstage. Die Module sind jeweils in drei Stationen unterteilt, die sich an den Bereichen Erkennen – Bewerten – Handeln orientieren.

Teil I: Geschichte und Weg der Produkte: Im ersten Schritt setzen sich die Teilnehmenden mit dem eigenen Konsumverhalten, der (kolonialen) Geschichte und Lieferkette des Produkts auseinander und erfahren mehr über soziale und ökologische Missstände entlang der Lieferketten.

Teil II: Perspektiven von Produzentinnen und Produzenten: Im zweiten Schritt lernen die Teilnehmenden in einem Film oder Interview die Situation und Perspektive von Arbeiterinnen und Arbeitern in den Produktionsländern kennen. Sie diskutieren unterschiedliche Ansätze für menschenwürdige Arbeit weltweit.

Teil III: Gemeinsam aktiv für mehr Gerechtigkeit: Im dritten Schritt recherchieren die Teilnehmenden, wie sie selbst aktiv werden können für mehr Gerechtigkeit. Es empfiehlt sich, eine Einheit zu Handlungsdimensionen (M10) anzuschließen, um zu verdeutlichen, dass es auch Veränderungen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene braucht.

Die verschiedenen Module können jeweils für sich oder gemeinsam zum Einsatz kommen, etwa indem mehrere Kleingruppen gleichzeitig jeweils eines der Module bearbeiten und die Ergebnisse anschließend gemeinsam im Plenum vorgestellt werden. Die Materialien können in einzelnen Unterrichtsstunden oder auch in Projekttagen eingesetzt werden. Bei den meisten Methoden werden auch Variationsmöglichkeiten und Anknüpfungspunkte vorgeschlagen.