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Das Weltgemeinwohl - Globale Entwicklung in sozialer, ökonomischer und ökologischer Verantwortung

Das Weltgemeinwohl - Globale Entwicklung in sozialer, ökonomischer und ökologischer Verantwortung

Autoren: 
Misereor (Hg.)
Erscheinungsjahr: 
2018
Themen: 
Demokratie
Menschenrechte
Zielgruppen: 
Sekundarstufe II
Schulfächer: 
Religion / Ethik
Politische Bildung

Durch akute Krisen wie die Finanzkrise, die Flüchtlingssituation oder Folgen des Klimawandels und aufgrund von aktuellen Schriften wie "Laudato si" beschäftigen sich viele Menschen mit der Frage nach sozialer Gerechtigkeit. Die wachsende Kluft zwischen arm und reich innerhalb von Gesellschaften oder das wirtschaftliche Wachstum und der Konsum auf Kosten anderer Länder machen uns deutlich, dass es einer Politik und Wirtschaft bedarf, die den Menschen und nicht die Profite ins Zentrum des Handelns stellen.

Unser Verständnis von Entwicklung dient nicht dem Wohle aller und sollte deshalb hinterfragt werden. Mit diesen Thematiken hat sich MISEREOR gemeinsam mit Partnern aus Nord und Süd beschäftigt und den Begriff des Weltgemeinwohls geprägt. Dieses Konzept ist die Grundlage für das vorliegende zwei Doppelstunden umfassende Unterrichtsmaterial, das primär für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II konzipiert ist. Einzelne Elemente können auch für die Fächer Ethik, Philosophie, Politik, Wirtschaft oder Sozialkunde genutzt werden.

Kommentar einer unabhängigen Gutachterin im Auftrag des Portals Globales Lernen:

Das Material bietet einen Unterrichtsentwurf für zwei Doppelstunden für das Fach Religion und zielt darauf ab, den Blick der Schülerinnen und Schüler für die gemeinsame Verantwortung für unseren Planeten zu schärfen. Mit dem Unterrichtsbeispiel- und Material sollen die Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, ausgehend vom christlichen Menschenbild zu ethischen Problemen der Gegenwart Stellung zu beziehen und ihre eigene Haltung zu reflektieren. Soziale Gerechtigkeit und entwickungspolitische Grundlagen werden erarbeitet und untersucht sowie kritisch hinterfragt.

Das Material bietet vielfältige Arbeitsformen und Methoden für den Unterricht, ist didaktisch gut aufbereitet. Ein Misereor-Projekt wird als (einziges) Beispiel für den Unterrichtsgegenstand gewählt, was als starke Eigenwerbung bewertet werden kann. Die Perspektive ist klar von christlichen Werten geprägt. Das Titelbild kann streng gesehen vor dem Hintergrund von Stereotypen kritisch reflektiert werden: Die Weltkugel wird in der weißen Hand gehalten, während alle anderen abgebildeten Menschen schwarz sind.