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Wege zu einer anderen Ökonomie – Gelebte Beispiele im Diskurs

Wege zu einer anderen Ökonomie – Gelebte Beispiele im Diskurs

Datum: 
26.07.2019 - 27.07.2019
Ort: 
Evangelische Akademie
Bad Boll
Deutschland
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Wirtschafts- und Konsumwachstum haben uns einen nie gekannten Wohlstand beschert. Doch durch diese Wirtschaftsweise werden die planetarischen Grenzen überschritten. Ist ein gutes Leben für alle mit den vorhandenen Ressourcen möglich? Längst haben zivilgesellschaftliche Initiativen angefangen, neue soziale Praktiken auszuprobieren. Sie teilen, tauschen, produzieren und reparieren. Sie befreien sich von materiellem Überfluss, unterstützen sich gegenseitig und treffen gemeinsam Entscheidungen. Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Stuttgart lädt ein zum Austausch über ein anderes Denken und Handeln im Rahmen einer zweitägigen Tagung.

Sie glauben, dass unser aktuelles Wirtschaftssystem an seine Grenzen gekommen ist? Sie wollen mitüberlegen, wie sich unsere gesellschaftlichen Verhältnisse verändern lassen – hin zu mehr Solidarität unter Achtung der planetarischen Grenzen?

Am ersten Tag werden sich Vorträge und Diskussion um die Frage drehen, wie Erwerbsarbeit, Familienarbeit sowie Zeit für Gemeinwesen und persönliche Entwicklung gerecht verteilt werden können. Dabei stellen sich die Referent*innen folgende Fragen: Wie können mithilfe feministischer Utopien Fragen der Wachstumsgesellschaft und Veränderungen in Sozialstruktur und -politik bearbeitet werden? Wie können wir uns auf den Weg zu einer Gesellschaft machen, die jenseits von Arbeit, Eigentum und Geld Sinn stiftet und funktioniert?
Am zweiten Tag stellen sich ganz unterschiedliche Initiativen vor, die sich auf den Weg gemacht haben, konkrete Utopien zu entwerfen und unsere Gesellschaft Stück für Stück umzugestalten. Aus den Bereichen Ernährung, Wohnen und Mobilität wird es Beispiele zu zukunftsfähiger Lebensgestaltung geben.

Diskutieren Sie mit Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen, Unternehmer*innen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen,

• ob Genügsamkeit und Entschleunigung mehr Lebensqualität bedeuten und unter welchen Bedingungen der Wandel zu einer Gesellschaft ohne Wachstum möglich ist,
• welche Bedeutung die zivilgesellschaftlichen Initiativen für eine sozial-ökologische Transformation haben,
• wie praktische Schritte zu einer umwelt- und menschenfreundlichen Ökonomie und einem solidarischen Miteinander aussehen könnten.

Die Tagung richtet sich an Initiativen und Einzelpersonen, die andere Lebens-, Arbeits- oder Konsumstile ausprobieren oder leben sowie Interessierte aus Kirche und Gesellschaft.