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Sprache, Identität, Integration

Sprache, Identität, Integration

Datum: 
05.12.2019
Ort: 
Johannes Gutenberg-Universität
Mainz
Deutschland
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Sprache ist mehr als nur ein Mittel zur Verständigung. Die Muttersprache ist Teil der Identität, Teil von einem selbst: Mit ihrer Hilfe lernt man die Welt kennen und verstehen. Im Zuge der Integrationspolitik der letzten Jahre hat sich das Thema des Spracherwerbs als zentrales Diskussions- und  teilweise auch Reizthema erwiesen, denn häufig wurde das Niveau der Sprachbeherrschung zum Gradmesser einer "gelungenen" Integration erhoben. Im Seminar des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung der JGU Mainz wird sich mit dem Themendreieck "Integration - Sprache - Identität" auseinandergesetzt.

Scheinbar gilt: je besser und schneller die Zielsprache erworben wird, desto besser für Migrant/-innen und Aufnahmegesellschaft. Andere Stimmen warnen vor einem Identitätsverlust und Abkapselung im Falle einer Zwangseinpassung in die neue Sprachwelt. Damit gefährde man nicht nur die Identität des Individuums, sondern auch die Chance, die Mehrsprachigkeit zahlreicher Migranten nutzen zu können.

Dabei wird versucht unter anderem folgende Fragen zu beantworten:

• Was bedeutet die Muttersprache für die eigene Identitätsbildung?

• Wie funktioniert der Spracherwerb? Gewinnt oder verliert man, wenn man eine neue Sprache lernt?

• Integration und Sprache: was kommt zuerst?