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Koloniale Bilderwelten? Bildsprache und Erzählmuster in der Filmarbeit aus den Ländern des Südens

Koloniale Bilderwelten? Bildsprache und Erzählmuster in der Filmarbeit aus den Ländern des Südens

Datum: 
30.11.2021
Ort: 
Frankfurt am Main / online
Deutschland
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Die weiße Ärztin, die das kleine schwarze Kind im Arm hält, das dankend zu ihr emporblickt. Der blonde, bärtige Entwicklungshelfer, der dem bolivianischen Landarbeiter zeigt, wie die Maschine bedient wird. Die Kinder in der Missionsschule in Polynesien, die Schuluniform mit Wappen tragen, obwohl es keine heraldische Tradition in ihrem Volk gibt. Diese und viele andere Szenen sind hinreichend bekannt aus zahlreichen (Dokumentar-) Filmen.

Nur langsam geschieht die Abwendung vom Heldenepos, der viele der früheren Filme beherrschte. Wie kann es gelingen, dass die Menschen des Südens selbst ihre Situation beschreiben? Wie können tradierte Erzählmuster durchbrochen werden?

Dr. Michaela Zöhrer vom Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg wird in die Thematik einführen. Sie widmet sich in ihrer Forschung gegenwärtigen Formen der medialen Repräsentation von Lebenswirklichkeiten im Globalen Süden und setzt sich mit diesen auch (eurozentrismus-)kritisch auseinander. In ihrem 2020 erschienen Buch „Repräsentation ferner Wirklichkeiten“ rückt sie die Bilderwelten und Weltenbilder in tätiger Hilfs- und Nichtregierungsorganisationen in den Fokus.

Vertieft wird ihre Einführung im Gespräch mit Christian Frevel, Adveniat, und Tzehaie Semere, Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen. Moderiert wird der Vortrag von Katja Maurer von medico international.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist gegen eine Servicegebühr erforderlich. Die Veranstaltung kann außerdem im Stream auf dem YouTube-Kanal des Haus am Dom verfolgt werden.

Der Vortrag ist eine Veranstaltung vom Fernsehworkshop Entwicklungspolitik, Haus am Dom Frankfurt und der Evangelischen Akademie Frankfurt.