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Das Schulstreik-Camp – Ein Lernwandellabor

Das Schulstreik-Camp – Ein Lernwandellabor

Datum: 
17.06.2019 - 30.06.2019
Ort: 
Sudbury Schule Ammersee
München
Deutschland
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Was würde passieren, wenn Schüler/-innen und Studierende beginnen ihre Wünsche von einer zukunftsvollen Gesellschaft und selbstbestimmten Bildung selber zu leben? Wenn sie einfach loslegen und die notwendigen Schritte für eine urenkeltaugliche Gesellschaft selber gehen? Wenn sie die Vision eines selbstbestimmten Lernortes, an dem sich mit sinnvollen, drängenden und lebendigen Fragen auseinandergesetzt wird und wo das getan wird, was sonst nur gefordert wird, einfach umsetzen? Mit dem Schulstreik-Camp von Funkenflug werden zwei Wochen lang Antworten auf diese Fragen gelebt. Es soll nicht nur protestiert, sondern selber was getan werden. Es soll daran geforscht werden, wie eine selbstbestimmte Lernkultur und ein zukunftsvolles Handeln aussehen kann. Gleichzeitig soll ein Zeichen gesetzt werden wie weit die Gesellschaft und das heutige Schulsystem, von einer Kultur der Selbstbestimmung, Zukunftsfähigkeit und zwischenmenschlichen Schönheit entfernt ist.

Konkrete Infos zum Schulstreik-Camp:

Ort und Zeit:
Das Schulstreik-Camp findet vom 17.-30. Juni in der Sudbury Schule Ammersee in der Nähe von München statt. Die Schule steht derzeit leer und stellt ihre Räumlichkeiten für das Schulstreik-Camp zur Verfügung, sodass Küche, Bibliothek, Wiese, mehrere Lern- und Schlafräume und alles was sonst gebraucht wird, vorhanden ist.

Es ist möglich auch nur für einen Teil der Zeit beim Schulstreik-Camp dabei zu sein. Da zu viel Kommen und Gehen anstrengend ist, wird darum gebeten, nicht für einen halben Tag zu kommen, sondern zumindest ein paar Tage einzuplanen. Wenn es dann doch nicht passen sollte, ist mensch natürlich jederzeit frei, früher zu gehen.

Wie wird das Camp aussehen?
Auf dem Camp soll eine zukunftsfähige Bildung geschaffen werden. Dies ist nur möglich, wenn alle Beteiligten freiwillig, selbstbestimmt und gemeinsam diese Bildung gestalten. Darum passiert auf dem Schulstreik-Camp vor allem das, was die Anwesenden wollen und machen. Es soll eine lebendige Atmosphäre entstehen, in der Menschen endlich dem nachgehen können, was sie schon immer interessiert, Neugier und die Begeisterung wachsen, neue Ideen entstehen und verrückte Aktionen geplant und durchgeführt werden. In der aber auch Ausruhen, "Nichts-Tun" und Langeweile erlaubt ist und in der genauso viel Herumgealbert wird, wie ernste Gespräche über wichtige Fragen geführt werden. Eine Atmosphäre, in der auch Schmerz, Trauer und Wut da sein darf, sich jeder wohlfühlt und so sein darf, wie er oder sie ist.

Die Struktur wird sich ungefähr am Prinzip des Open Space orientieren. Jeden Morgen wird in einer gemeinsamen Runde besprochen, was es für Möglichkeiten und Angebote für den Tag gibt. Einige Dinge dafür werden schon vorher geplant und organisiert sein. Hier hat aber auch jeder die Chance noch spontan Ideen und Angebote einzubringen. Abends wird sich darüber ausgetauscht, was den Tag über passiert ist. In kleineren Gruppen werden Reflexionsrunden gestaltet.

Ein paar Ideen, was passieren könnte:

  •     Workshop: Gewaltfreie Kommunikation
  •     Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Klimawandel
  •     Forschungsgruppe Bildung der Zukunft
  •     Workshop: Akrobatik und Jonglage
  •     Workshop: Politische Aktionskunst.
  •     Ideenschiede, Projektwerkstatt: Es sollen längerfristige Projekte entwickelt werden, um einer lebenswerten Zukunft näher zu kommen.
  •     Schulstress Sanatorium
  •     Raum der Langeweile
  •     Workshop: Permakultur
  •     Den Lebensgeschichten von älteren Menschen lauschen
  •     Moderationsschulung
  •     Austausch darüber, was einen wirklich bewegt, berührt, begeistert, schmerzt
  •     Baden im Ammersee

Planung:
Im Vorhinein soll in mehreren Planungstreffen gemeinsam erträumt werden, wie eine selbstbestimmte und sinnvolle Bildung aussehen kann. Workshops und Angebote werden geplant und das Camp wird so vorbereitet, dass ein lebendiges Lernwandellabor entstehen kann. Alle Schüler/-innen, aber auch Lehrer/-innen oder (Lehramts-)Studierende sind eingeladen zu den Planungstreffen zu kommen und das Camp mit zu erträumen und vorzubereiten.