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(Anti-)Rassismus in der Friedens- und Entwicklungsarbeit

(Anti-)Rassismus in der Friedens- und Entwicklungsarbeit

Datum: 
29.10.2021 - 31.10.2021
Ort: 
Königswinter
Deutschland
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Spätestens seit dem Mord an George Floyd in den USA und den darauf folgenden Protesten der Black-Lives-Matter-Bewegung wird auch in der deutschen Mehrheitsgesellschaft verstärkt über Rassismus debattiert. Das gilt auch für die Friedens- und Entwicklungsarbeit. Denn: Der Kolonialismus gehört der Vergangenheit an, seine Folgen aber leider nicht. Historisch gewachsene Machtstrukturen prägen bis heute die Beziehungen zwischen Ländern des Globalen Südens und des Globalen Nordens. Und die vielbeschworene ‚Zusammenarbeit auf Augenhöhe‘ bleibt oftmals eine Wunschvorstellung.

Bei der Aktionstagung sollen (selbst-)kritische Fragen gestellt werden: Gibt es eine ‚weiße‘ Vorstellung von Frieden und Entwicklung? Wie wirkt das koloniale Erbe in Friedens- und Entwicklungsprojekten bis heute nach? Und wie können alle dazu beitragen, rassistische Strukturen und Denkmuster zu überwinden?

Die Aktionstagung gibt Denkanstöße und ermutigt dazu, in offener Atmosphäre zu lernen. Denn auch viele engagierte Menschen haben beim Thema Rassismus Berührungsängste. Die Tagung zeigt Möglichkeiten auf, das eigene friedens- und entwicklungspolitisches Engagement anti-rassistisch zu gestalten, und bietet einen geschützten Raum zum Austausch und zum Voneinander Lernen: für Menschen mit unterschiedlichen Wissensständen zum Thema Rassismus, für weiße Menschen ebenso wie für Menschen, die von Rassismus betroffen sind.