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Zum Weltwassertag am 22. März: Sauberes Trinkwasser für alle: Der Wasserrucksack PAUL sorgt für trinkbares Wasser in Armutsregionen und im Katastrophenfall

Zum Weltwassertag am 22. März: Sauberes Trinkwasser für alle: Der Wasserrucksack PAUL sorgt für trinkbares Wasser in Armutsregionen und im Katastrophenfall

19.03.2019
Quelle: 
WUS
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Über zwei Milliarden Menschen leben nach aktuellen Schätzungen der UNESCO ohne sicheres Trinkwasser, 844 Millionen müssen mindestens eine halbe Stunde täglich für die Wasserbeschaffung aufwenden. Der von Prof. Dr. Frechen an der Universität Kassel entwickelte Wasserrucksack PAUL, ein tragbarer Filter zur Trinkwasseraufbereitung, schafft Abhilfe. In Armutsregionen, Extremsituationen und im Katastrophenfall. Der World University Service (WUS) unterstützt das Kasseler Projekt weltweit.

PAUL steht für Portable Aqua Unit for Lifesaving und für eine denkbar einfache, ressourcen-schonende Art der Wasseraufbereitung.  Entwickelt wurde der mehrfach ausgezeichnete Filter in Rucksackformat am Lehrstuhl für Siedlungswissenschaft der Hochschule Kassel unter Leitung von Professor Dr.-Ing. Franz-Bernd Frechen. PAUL, der nur 23 kg wiegt, kann 1.200 Liter pro Tag aufbereiten und damit den Tagesbedarf von 400 Menschen sichern. Bisher wurden fast 3.000 PAULs in Ländern wie Afghanistan, Haiti, Rumänien und Vietnam eingesetzt und versorgen tagtäglich 1.2 Millionen Menschen. „Ärzte ohne Grenzen“ nutzten PAUL bei der medizinischen Betreuung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer.  Anders als konventionelle Wasseraufbereitungsanlagen kommt PAUL, der auch für den Dauerbetrieb geeignet ist, ohne zusätzliche Energiezufuhr und Chemikalien aus.

„Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen weist zu Recht auf die Notwendigkeit sauberen Trinkwassers für eine nachhaltige Entwicklung hin. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein zentraler Baustein, damit ein Gemeinwesen funktionieren kann. Sein Fehlen birgt enormes Konfliktpotential, macht krank und zerstört Entwicklungsperspektiven“, betont Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS. Neben gesundheitlichen und finanziellen Aspekten geht es auch um Bildung:Durch den Einsatz von PAUL als stationärer Anlage werden z. B. in Ghana über 130 Schulen oder in Vietnam in über 240 Schulen jeden Tag Schülerinnen und Schüler mit sauberem Wasser versorgt.

Seit 1920 setzt sich der WUS für das Menschenrecht auf Bildung ein. Die beim WUS angesiedelte Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd betreibt entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit im Auftrag der 16 Deutschen Länder (www.informationsstelle-nord-sued.de). Rückfragen und Interviewanfragen bitte an: Dr. Ursula Grünenwald (Tel. 0611-944 6170, Email: infostelle3@wusgermany.de).