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UNESCO-Generalkonferenz verabschiedet zwei internationale normative Instrumente im Bildungsbereich

UNESCO-Generalkonferenz verabschiedet zwei internationale normative Instrumente im Bildungsbereich

12.12.2019
Quelle: 
Deutsche UNESCO-Kommission
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 Am 25. November hat die Generalkonferenz der UNESCO mit der Globalen Konvention zur Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich und einer Empfehlung zu Open Educational Resources zwei internationale normative Instrumente für den Bildungsbereich beschlossen. Deutschland hatte an der Erarbeitung beider Instrumente maßgeblich mitgewirkt.

Die Globale Konvention zur Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich soll Hochschulabsolventen die weltweite Anerkennung ihrer Studienleistungen und -abschlüsse ermöglichen. Sie ist das erste internationale Übereinkommen der Vereinten Nationen im Hochschulbereich. Mit der Ratifizierung durch 20 Staaten wird sie in Kraft treten und ist dann verpflichtend für diese Staaten.
Das globale Übereinkommen soll die internationale Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern sowie internationale Kooperationen fördern. Die Anerkennungspraxis soll verbessert, die Anerkennungsinfrastruktur ausgebaut und die Qualität des Angebots im Hochschulbereich sichergestellt werden. In Deutschland sind der Hochschulzugang für internationale Studierende und die Bewertung von im Ausland erworbenen Studienabschlüssen für den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt bereits seit 2007 auf Basis der Lissabonner Anerkennungskonvention erleichtert.

Bei der Empfehlung zu Open Educational Resources (OER) handelt es sich um den ersten zwischenstaatlich anerkannten Text zu OER mit empfehlendem Charakter für die Mitgliedstaaten der UNESCO. Open Educational Resources sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz stehen. Eine solche Lizenz ermöglicht den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch andere ohne oder mit nur geringfügigen Einschränkungen. Dabei bestimmen die Urheber selbst, welche Nutzungsrechte sie einräumen und welche Rechte sie sich vorbehalten.

Die Empfehlung betont den wichtigen Beitrag, den OER zum Erreichen der Ziele der Agenda Bildung 2030 – chancengerechte und hochwertige Bildung und lebenslanges Lernen – leisten können. Sie empfiehlt, öffentlich finanzierte Bildungsmaterialien unter eine offene Lizenz zu stellen und ruft die Mitgliedstaaten zur Förderung von OER auf. Hierfür schlägt sie eine Reihe von Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung bei Akteuren, zur politischen Unterstützung, zur Förderung des Zugangs zu OER und zur Schaffung tragfähiger Modelle vor.