Das zentrale Portal zum Globalen Lernen und
zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Der deutsche Handel will fair - Unternehmen bekennen sich zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen

Der deutsche Handel will fair - Unternehmen bekennen sich zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen

28.01.2020
Quelle: 
BMZ-Newsletter Nr. 1/2020
0

Im  Beisein von Bundesminister Dr. Gerd Müller unterzeichneten führende Unternehmen des deutschen Einzelhandels eine gemeinsame Erklärung zur Förderung existenzsichernder Einkommen und Löhne. Aldi  Nord, Aldi  Süd, dm-drogerie markt, Kaufland, Lidl, REWE Group und Tegut engagieren sich mit ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen am Anfang globaler Lieferketten.

Am  Eröffnungstag der Internationalen Grünen Woche am 17.01.2020 setzten sie damit auf der Bühne des BMZ ein Zeichen für faire Agrarlieferketten bei ihren Eigenmarkenprodukte  un  übernehmen Verantwortung für die Einhaltung von Sorgfaltspflichten. Dazu  erklärte Bundesminister Müller: „Sieben große deutsche Supermarktketten bekennen sich zu existenzsichernden Einkommen in ihren Lieferketten. Es ist gut, dass im Lebensmittelhandel Bewegung ist. Das hätte vor  kurzem noch keiner für  möglich gehalten. Das zeigt auch, dass der Druck der Konsumenten wirkt. Die Supermarktketten verpflichten sich, die Lieferstrukturen bei ihren Eigenmarken transparent zu machen – bis hin zu den Landwirten in Entwicklungsländern. Denn genau bei ihnen muss deutlich mehr von der Wertschöpfung ankommen. Deshalb ist es entscheidend, dass existenzsichernde Einkommen nicht nur über die vorgesehenen Pilotprojekte umgesetzt, sondern zum Standard werden. Das Ziel ist klar: 100 Prozent fairer  Supermarkt. Der Handel muss jetzt über diese Selbstverpflichtung hinausgehen und weitere Schritte hin zu fairen Lieferketten umsetzen – damit niemand mehr im Supermarkt fragen  muss, ob in der Schokolade oder Banane Kinderarbeit steckt.“