Das zentrale Portal zum Globalen Lernen und
zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Eine-Welt-Nachrichten (Archiv)

10.06.2021

Ob beim Kakaoanbau in der Côte d’Ivoire, auf den Kautschukplantagen Malaysias, in den Textilfabriken Bangladeschs oder gar als Soldat*innen in Krisengebieten: Mehr als 160 Millionen Kinder sind heute zur Arbeit gezwungen. Die Covid-19-Pandemie trägt nach neuesten Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) noch zur Verschärfung der Situation bei. Am 12. Juni findet weltweit der Internationale Tag gegen Kinderarbeit statt – 2021, das Jahr, das die Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr für die Beseitigung von Kinderarbeit“ ausgerufen haben. Um Kinderarbeit zu beenden, fordert SÜDWIND alle Regierungen auf, endlich konkrete Maßnahmen zu ergreifen: Sie müssen mit Produktionsstrukturen brechen, die das Wohl der Kinder für den Wohlstand der Industrienationen opfern.

27.05.2021

In den neun Ländern im Nahen Osten, Afrika, Asien und Europa*, die in dem am 25. Mai veröffentlichten UNICEF-Report „Wasser unter Beschuss“ ("Water Under Fire Volume 3: Attacks on water and sanitation services in armed conflict and the impacts on children") untersucht wurden, sind schätzungsweise etwa 48 Millionen Menschen auf eine sichere Wasser- und Sanitärversorgung angewiesen.

19.05.2021

Vom 17. bis 19. Mai waren mehr als 2.500 Teilnehmende aus über 130 Ländern bei der digitalen Weltkonferenz dabei. In einer „Berliner Erklärung“ verpflichteten sie sich zur Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

12.05.2021

Vom 17. bis 19. Mai veranstalten die UNESCO und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Deutschen UNESCO Kommission (DUK) die digitale Weltkonferenz „Learn for Our Planet. Act for Sustainability“. Sie bildet den offiziellen Auftakt für die neue Dekade zur weltweiten Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bildungsbereichen bis 2030. Dieser Anspruch ist Teil der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) und im Unterziel 4.7 festgehalten.

11.05.2021

Der Bundesrat hat keine Einwände gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten. Dies ergibt sich aus seiner Stellungnahme vom 7. Mai 2021 - sie geht nun in den Bundestag, der die Beratungen in erster Lesung bereits begonnen hat. Hintergrund: Internationale Verflechtung deutscher Unternehmen. Deutsche Unternehmen sind zunehmend auf globalen Beschaffungs- und Absatzmärkten tätig. Dies birgt die Gefahr der Intransparenz und der oft mangelhaften Durchsetzung von Menschenrechten in den Lieferketten, warnt die Bundesregierung in ihrem Gesetzentwurf.

06.05.2021

Bei der Sitzung des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung am 4. Mai 2021 unter der Leitung von Dr. Hendrik Hoppenstedt, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, einigte sich die Bundesregierung auf ein breites Maßnahmenbündel, um den nachhaltigen Konsum zu stärken. Die 45 Maßnahmen und Ziele priorisieren und fokussieren das bestehende Programm der Bundesregierung für nachhaltigen Konsum von 2016. Die überarbeiteten Maßnahmen betreffen die Bereiche Mobilität, Wohnen und Haushalt, Ernährung, Arbeit und Büro, Bekleidung sowie Freizeit und Tourismus.

23.04.2021

Eine gerechtere Welt, in der Fairness, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung zum Tragen kommen - dafür setzen sich die fünf jungen Teams ein, die am 20.04.2021 von der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie mit dem FAIRWANDLER-Preis 2021 ausgezeichnet wurden. Ihre Botschaft brachte das Team von Nidisi auf den Punkt: „Humanity can do better“, in dem Sinne, dass Menschen Großes schaffen können, wenn sie drängende Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam verantwortungsvoll, auf Augenhöhe angehen, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen.

22.03.2021

Wasser wird weltweit viel zu oft als selbstverständlich angesehen, privatisiert, verschmutzt und verschwendet. Wasser muss einen höheren Stellenwert bekommen. Das fordert der Weltwasserbericht 2021 „Wasser bewerten und wertschätzen“, den die UNESCO im Auftrag der Vereinten Nationen erstellt und am Weltwassertag, dem 22. März 2021, veröffentlicht hat. Der Bericht zeigt, dass zwar ein weltweiter Konsens bestehe, dass Wasser überlebenswichtig und ein Menschenrecht sei, dass aber die praktische Umsetzung bei weitem nicht ausreiche.

25.02.2021

Wie nachhaltig arbeitet eine Hochschule? Um das zu beurteilen, fehlt bislang ein einheitliches System. Die Technische Universität (TU) Dresden will das ändern - mit einem fünfstufigen Label, das die Nachhaltigkeit verschiedener hochschulrelevanter Handlungsfelder bewertet. 13 andere Hochschulen und Universitäten aus der ganzen Republik wirken daran mit. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Vorhaben fachlich und finanziell mit 276.800 Euro.

12.02.2021

Geschlechtergerechtigkeit in Wissenschaft und Forschung ist zentral für das Erreichen der Agenda 2030, zu der sich alle UN-Mitgliedsstaaten verpflichtet haben. Diese definiert u. a. unter SDG 5 „Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen“ und SDG 9 das bis zum Jahr 2030 zu erreichende gemeinsame Ziel: „Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.“ Aktuell sind 29,3 % der weltweiten Forscher und Forscherinnen Frauen. Ausgehend von Daten der UNESCO entscheiden sich nur etwa 30 % aller Studentinnen für das Studium von MINT-Fächern. Weltweit sind besonders wenige Frauen im Bereich der Kommunikationstechnologie (3 %), Naturwissenschaften, Mathematik und Statistik (5 %) oder im Ingenieurswesen (8 %) zu finden.