Das zentrale Portal zum Globalen Lernen und
zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Eine-Welt-Nachrichten (Archiv)

20.07.2020

Am 14.07.2020 wurden dem Interministeriellen Ausschuss der Bundesregierung die Ergebnisse zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte vorgestellt. 7.300 größere deutsche Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden müssen zeigen, wie sie Menschenrechte und soziale Mindeststandards in ihren Wertschöpfungsketten sicherstellen. Von den rund 2.250 in der zweiten Fragerunde befragten Unternehmen haben nur 455 Unternehmen gültige Antworten zurückgemeldet. Das Ergebnis zeigt, dass deutlich weniger als 50 Prozent ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht nachkommen. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller dazu: „Die Ergebnisse der zweiten Unternehmensbefragung sind erneut enttäuschend. Zur Verwirklichung von Menschenrechtsstandards, die entlang der Lieferketten Kinderarbeit ausschließen und grundlegende ökologische und soziale Mindeststandards sichern, brauchen wir jetzt einen gesetzlichen Rahmen, so wie im Koalitionsvertrag festgelegt (...)."

02.07.2020

Der Druck auf die Ökosysteme der Erde ist groß. Lebensräume von Wildtieren werden Tag für Tag mehr eingeschränkt, Wasserläufe versalzen oder trocknen aus und weltweit leidet die Luftqualität unter dem menschgemachten Ausstoß von Schadstoffen. Die Gesellschaft in einer zunehmend vernetzten und globalisierten Welt trägt die Verantwortung, dieses „natürliche Inventar“ für die heutige und für künftige Generationen zu erhalten. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen gibt hierfür Handhabe. Auch die Deutschen Länder setzen sich für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 ein. Zu dem speziellen Engagement Sachsens ist aktuell auf dem Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik der Bericht zum Nachhaltigkeitsziel 15 „Leben an Land“ erschienen.

02.07.2020

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt Berliner entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen einmalig mit bis zu 500.000 Euro zusätzlichen Mitteln in diesem Jahr. Wie viele Berliner Akteur*innen mussten auch entwicklungspolitische Vereine mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie überraschend und kurzfristig umgehen. Bildungsangebote konnten nicht umgesetzt werden, Seminare nicht durchgeführt und Partnerschaften mussten auf Eis gelegt werden.

23.06.2020

Obwohl sich die Weltgemeinschaft zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 inklusive und chancengerechte Bildung für alle sicherzustellen, haben mehr als eine Viertel Milliarde Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Bildung. Millionen andere werden aufgrund ihrer Herkunft, Identität oder einer Behinderung innerhalb des Bildungssystems ausgegrenzt und sind von den Folgen der COVID-19-Pandemie besonders betroffen. Zu diesem Schluss kommt der UNESCO-Weltbildungsbericht „Inklusion und Bildung: Für alle heißt für alle“, der heute vorgestellt wird. Der Bericht fordert, sie jetzt gezielt zu unterstützen.

15.05.2020

terre des hommes Deutschland und Welthungerhilfe veröffentlichen im Jahr 2020 den mittlerweile 27. Bericht »Zur Wirklichkeit der deutschen Entwicklungspolitik«. Der kritische Blick auf die deutsche Entwicklungszusammenarbeit wurde in Zeiten geschrieben, in denen die Corona-Krise die ganze Welt erschüttert.

07.04.2020

Über 100 Organisationen aus aller Welt fordern einen Erlass der Schuldendienstzahlungen armer Länder, um diesen den Kampf gegen die durch COVID-19 ausgelöste Gesundheits- und Wirtschaftskrise zu ermöglichen.

03.04.2020

Die COVID-19-Krise trifft alle Akteure der textilen Lieferkette. Allerdings trifft sie die Schwächsten besonders hart. Modemarken und Einzelhandelsunternehmen müssen durch den Stillstand des öffentlichen Lebens hierzulande eklatante Umsatzeinbußen hinnehmen. Der wirtschaftliche Druck wird aber weitergegeben: Aufträge an Zuliefererfirmen in Bangladesch oder Kambodscha werden storniert und bereits fertiggestellte Ware nicht mehr abgenommen oder bezahlt. Die Zulieferer entlassen deshalb die ohnehin schlecht bezahlten Arbeiter*innen oder schließen vollständig. Für Arbeiter*innen verbindet sich dann das vor Ort wachsende Risiko einer COVID-19-Infektion bei schlechter Gesundheitsversorgung mit extremer wirtschaftlicher Not durch fehlenden Lohn. Jetzt ist die Zeit, wo sich das Bündnis für nachhaltige Textilien bewähren muss, fordern die zivilgesellschaftlichen Organisationen im Steuerungskreis des Textilbündnisses.

03.04.2020

Über 1,5 Milliarden Lernende sind aufgrund der Corona-Pandemie von Schul- und Universitätsschließungen betroffen. Zur Unterstützung der betroffenen Länder hat die UNESCO eine globale Bildungskoalition mit multilateralen Partnern, privatwirtschaftlichen Akteuren und zivilgesellschaftlichen Organisationen ins Leben gerufen.

25.03.2020

Der Klimawandel führt zu weniger Wasser und schlechterer Wasserqualität. Im Gegenzug wirkt nachhaltiges Wassermanagement dem Klimawandel positiv entgegen. Das zeigt der Weltwasserbericht 2020, den die UNESCO im Auftrag der Vereinten Nationen erstellt hat.

25.03.2020

Das Thema des diesjährigen Weltwassertages ist „Wasser und Klimawandel“. Durch vermehrte Extremwetterereignisse und Pandemien wird sich die Qualität und Verfügbarkeit von Wasser in den kommenden Jahren dramatisch verändern. Der von der Universität Kassel entwickelte Wasserrucksack PAUL trägt dazu bei, Wasser als Trinkwasser nutzen zu können.