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Internationale Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika

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Jahrzehntelang haben internationale Banken und Großunternehmen am rassistischen Apartheid-Regime in Südafrika Millionen verdient. Die Gewährung von Krediten ging gleichzeitig mit der Unterdrückung der Menschen Südafrikas und der ganzen Region vonstatten. Seit dem Ende der Apartheid 1994 gefährdet die enorme Schuldenlast den demokratischen Wiederaufbau in Südafrika.

Auf Initiative des Zusammenschlusses südafrikanischer Nichtregierungsorganisationen SANGOCO, von Kirchen und Gewerkschaften in Südafrika und unterstützt von zahlreichen Organisationen aus den südafrikanischen Nachbarländern gründete sich 1998 die Internationale Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika. In Südafrika eingebunden in die Kampagne Jubilee 2000 fordert die Initiative, daß die durch die Apartheid verursachten Schulden im südlichen Afrika gestrichen und die Opfer der Apartheid entschädigt werden.

In Deutschland beteiligen sich an der Kampagne ein ständig größer werdendes Bündnis von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und von kirchlichen Gruppierungen. Die Kampagnenarbeit wird von medico international und KASA (Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika) getragen. In der Schweiz koordinieren die Aktion Finanzplatz Schweiz-Dritte Welt, die frühere Anti-Apartheid-Bewegung und die Dritte-Welt-Kommission der katholischen Kirche eine starke Koalition von NGOs. Auch in Großbritannien und in den USA haben sich Sektionen der Internationalen Kampagne gebildet.