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zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Newsletter März 2018: Außerschulische Lernorte

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Liebe Leserinnen und liebe Leser,

zur Initiierung von Lernprozessen ist die Einbeziehung von außerschulischen Lernorten kein neues Phänomen. Allerdings haben sich die Ziele, die damit verfolgt werden, über die Jahre geändert. So lagen zur Zeit der Aufklärung die Schwerpunkte auf pragmatischen Erwägungen wie dem Kennenlernen von Arbeitsstätten, der Abhärtung und Gesunderhaltung durch den Aufenthalt in der Natur sowie der Liebe zur Natur an sich.  

Die Reformpädagogik eröffnete neue Perspektiven und als ein zentraler Schwerpunkt rückte die Projektarbeit in den Fokus. Außerschulisches Lernen, also das Lernen vor Ort, ist seitdem eng verbunden mit dem Lernen in Projekten. Es zeichnet sich dadurch aus, dass Schüler/-innen ihre Klassenräume und auch das Schulgelände verlassen und der Unterricht an externen Orten stattfindet.

Die Vernetzung mit außerschulischen Lernorten eröffnet Schulen neue Perspektiven. Lernorte sind überall dort, wo die Schüler/-innen ihre Kompetenzen erweitern können. Dazu zählen zum Beispiel Museen, Bauernhöfe, Science Center, Themenwelten oder Recyclinghöfe. Die klassischen Bildungsinstitutionen können von einer Zusammenarbeit mit außerschulischen Lernorten nur profitieren: Sie erweitern eigene Lehr- und Lernangebote, erschließen gemeinsam Potenziale für nachhaltiges Lernen und zeigen Schüler/-innen Wege zum Handeln und Gestalten der Gesellschaft auf. Angebote aus den Bereichen Natur, Technik, Gesellschaft, Geschichte, Sport und Kultur können in den Unterricht integriert werden und Fach- und Lehrkräfte bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

Besonders im Lernbereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung bietet außerschulisches Lernen wertvolle Erfahrungen für die Lernenden. Denn legen wir ein ganzheitliches Verständnis von Bildung zugrunde, lassen sich z. B. die Lebenswelten von Menschen in anderen Ländern und fremden Kulturen durch Ausprobieren, Hören, Sehen, Riechen und Schmecken am besten entdecken und erforschen. Der Alltag von Menschen in den Ländern des globalen Südens rückt auf diese Weise etwas näher heran. Die Bereitschaft, sich mit ihren Lebensumständen, ihren Sorgen und Freuden auseinanderzusetzen, wächst, und neue Einsichten in globale Zusammenhänge können entstehen.

In diesem Newsletter stellen wir Ihnen eine kleine, aber feine Auswahl an außerschulischen Lernorten für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Weitere Hinweise auf solche Lernorte gibt es in einer neu auf dem Portal eingerichteten eigenen Rubrik. Außerdem finden Sie im Newsletter wie immer schwerpunktunabhängige Meldungen sowie Veranstaltungen rund um Globales Lernen.

Anna Kellputt - Bildungsreferentin -
Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit Mecklenburg-Vorpommern (GSE) e.V. – Landesstelle für Globales Lernen
EWIK-Mitglied