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UNESCO-Projekt-Schulen

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Wie die Ziele der UNESCO in der Bildungsarbeit praktisch umgesetzt werden können, zeigen die UNESCO-Projektschulen. UNESCO-Projektschulen setzen sich für eine Kultur des Friedens und einen gerechten Ausgleich zwischen Arm und Reich in der Einen Welt ein, gestalten das Schulleben im Sinne des interkulturellen Lernens und engagieren sich für den Schutz und Erhalt der Umwelt, für eine nachhaltige Entwicklung. Die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte, die Eltern und die Schulleitung verpflichten sich in einer UNESCO-Projektschule, diese Ziele gemeinsam umzusetzen.

Die UNESCO-Projektschulen agieren dabei nicht als isolierte Einzelkämpfer, sondern als Mitglieder eines weltweiten Netzwerkes. Weltweit sind ca. 7800 Schulen in über 170 Ländern in dieses Netz eingebunden. In Deutschland sind es inzwischen 200 Schulen. Dieses Netzwerk bietet den Schulen viel. So haben Jugendliche die Möglichkeit, sich in Schülerseminaren oder Summer Camps auf regionaler, nationaler oder internationaler Ebene darüber zu verständigen, was es heißt, die Menschenrechte mit Leben zu erfüllen. Und Lehrerinnen und Lehrer tauschen sich z.B. bei den Tagungen der UNESCO-Projektschulen eines Bundeslandes oder den Jahrestagungen auf Bundesebene mit Kolleginnen und Kollegen über die Grenzen von Schularten und Ländern hinweg aus und planen gemeinsame Projekte und Veranstaltungen.

Zahlreiche Austausche, Begegnungen, gemeinsame Projekte, Partnerschaften und Kontakte zwischen Schulen in Deutschland und 60 anderen Ländern werden organisiert, wobei jährlich ungefähr 15.000 Schülerinnen und Schüler involviert sind.Bewusst beziehen die UNESCO-Projektschulen Schulen außerhalb des Netzwerkes in gemeinsame Projekte ein und kooperieren mit ihnen. Sie geben good practice gerne an andere Schulen weiter – nicht nur als didaktische Innovationshilfe, sondern auch als Beitrag zu einer menschlicheren, friedlicheren und gerechteren Welt. Natürlich kann Schule die Welt nicht verändern, aber sie kann Erfahrungen ermöglichen und Orientierung geben.

Die Zukunft braucht weltoffene, politisch kompetente und handlungsfähige Menschen mit Gestaltungskompetenz, die bereit sind, sich für zukunftsfähige Lösungen einzusetzen. Hierzu leisten die UNESCO-Projektschulen als nationales und internationales Netzwerk einen wichtigen Beitrag.