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zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Schule auf dem Weg - Globales Lernen als Motor der Schulentwicklung

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Seit Anfang 2013 erprobt das RBZ Wirtschaft Kiel zusammen mit zwei weiteren Schulen in Schleswig-Holstein, der Regionalschule am Himmelsbarg in Moorrege und der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld in Itzehoe, Wege, wie die Schule eine globale Entwicklung zu mehr sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Tragfähigkeit und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit unterstützen kann. Diese Elemente einer nachhaltigen Entwicklung sollen in die Schulentwicklung und das Schulprogramm integriert und Teil des Schulprofils werden.

Konkret geht es darum, Fragen und Herausforderungen einer globalen nachhaltigen Entwicklung auf umfassende Weise im Unterricht zu thematisieren und auch über den Unterricht hinaus Nachhaltigkeit im Schulleben stärker zu verankern.

An allen drei Schulen haben sich Teams aus Lehrkräften und Schulleitung gebildet, die für die Erarbeitung und die Umsetzung von Maßnahmen verantwortlich sind. Letztlich sollen jedoch möglichst viele Lehrkräfte und Schüler/-innen einbezogen werden. Nachhaltiges Handeln soll in der ganzen Schule in unterschiedlichen Bereichen praktiziert werden. Jede der drei Schulen hat sich dafür unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Am RBZ Wirtschaft . Kiel sollen mehr Unterrichtsprojekte und -aktivitäten Themen der Nachhaltigkeit aufgreifen. Die Gemeinschaftsverpflegung in der neuen Mensa soll Nachhaltigkeitsaspekte wie die Verwendung von ökologisch und regional produzierten Lebensmittel und klimaschonende Technik berücksichtigen. Im Zusammenleben an der Schule soll Vielfalt mehr gewertschätzt und genutzt werden. Und ein schonenderer Umgang mit Ressourcen wird angestrebt.

Das Projekt lief bis Mitte 2015 und wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziell unterstützt.

Bildung für nachhaltige und globale Entwicklung in der Schulprogrammarbeit - Handreichung aus dem Projekt Schule auf dem Weg

Die drei schleswig-holsteinische Schulen erprobten von 2012 bis 2014 Wege, wie Konzepte und Inhalte des Lernbereichs Globale Entwicklung innerhalb einer Bildung für nachhaltige Entwicklung als Profil gebender Teil in die Schulentwicklung implementiert werden können. Sie gingen dabei unterschiedliche Wege und setzten unterschiedliche Schwerpunkte. Diese verschiedenen Herangehensweisen entsprachen der Vorannahme, dass jede Schule ihren eigenen Zugang finden muss.

Die Erfahrungen und Ergebnisse, die die Schulen dabei erzielten, verdeutlichen, dass es kein Patentrezept gibt. Bestimmte Fragestellungen, Probleme und Erfahrungen fanden sich jedoch bei allen drei Schulen wieder und legen nahe, dass dies die "Knackpunkte" sind, an denen sich das Gelingen oder Misslingen eines solchen Prozesses festmachen lassen.

Auf diese neuralgischen Punkte bezieht sich zum großen Teil auch die jetzt erschienene Handreichung. Sie versucht, genau dazu praxistaugliche Hinweise zu geben, um den Prozess der Schulentwicklung unter besonderer Berücksichtigung einer globalen nachhaltigen Entwicklung an möglichst vielen Schulen zu erleichtern.