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Bildung für Nachhaltige Entwicklung in den Ländern - Landeskoordinatoren haben Arbeit aufgenommen

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Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hat durch die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen Rückenwind erhalten. Deutlich wird dies unter anderem durch die Einrichtung sogenannter Landeskoordinatoren in den Bildungs- und Kultusministerien. Die ersten haben 2017 in Hamburg und Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit aufgenommen, Landeskoordinatoren und -koordinatorinnen in weiteren Bundesländern werden im Laufe des kommenden Schuljahrs folgen.

Die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und den Ländern gemeinsam getragene Initiative wird von Engagement Global gGmbH –Service für Entwicklungsinitiativen koordiniert. Bei Engagement Global sind neben dem Programm Lernbereich Globale Entwicklung in der Schule weitere Angebote angesiedelt, deren Ziel es ist, BNE im Schulsystem und Schulalltag zu verankern. Den Landeskoordinatoren bietet die Organisation Fortbildungen sowie Beratung und unterstützt sie bei der länderübergreifenden Vernetzung.

Was machen Landeskoordinatoren?
Die Arbeitsgrundlage der Landeskoordinatoren bildet der Nationale Aktionsplan (NAP) zum Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP) der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO). Der NAP legt dar, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden kann: auf struktureller Ebene beispielsweise durch systematische Berücksichtigung von BNE in Lehr- und Bildungsplänen und in Schulcurricula sowie bei der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften; in der Praxis durch vielfältige Angebote.

Zur Umsetzung des NAP liefert der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, ein gemeinschaftliches Projekt der Kultusministerkonferenz und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, einen praktischen Beitrag: Er zeigt Schulen und Institutionen der Lehrerbildung, was jedes einzelne Unterrichtsfach zum globalen Lernen beitragen kann. Darüber hinaus gibt er Impulse zur anschaulichen Vermittlung relevanter Kompetenzen und Inhalte des globalen Lernens auf der Basis einer ganzheitlichen, fachübergreifenden und fächerverbindenden Unterrichtsorganisation für alle Schulformen.

Da Bildungspolitik in der Hoheit der Länder liegt, haben die Landeskoordinatoren unterschiedliche Rahmenbedingungen – und sie können länderspezifische Impulse aufgreifen. So setzt der Landeskoordinator in NRW den Schwerpunkt auf die
Begleitung der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ und unterstützt die Landesstrategie „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“. Der Landeskoordinator in Hamburg rückt die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele,
Fortbildungen von Lehrkräften zum UN-Weltaktionsprogramm und die Kooperation mit der Zivilgesellschaft in den Mittelpunkt. Zivilgesellschaftliche Organisationen, insbesondere aus dem entwicklungspolitischen Feld, sind in der schulischen BNE wichtige Partner, indem sie über ihre fachlichen Beiträge hinaus auf praktischer Ebene zeigen, wie lebendiges gesellschaftliches Engagement ausgestaltet werden kann.