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Aktueller EWIK-Newsletter zum Thema SDGs

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Liebe Leserinnen und Leser,

„Die spannenden Auseinandersetzungen mit den Sustainable Development Goals gehören zu den besten Tagen meines Lebens. Bildung wird für mich nie mehr so monoton sein wie bisher und ich bin überzeugt, dass wir alle so einen Wake-Up Call brauchen“, schrieb die 17-jährige Anu Swaraj aus dem südindischen Kerala als Kommentar zum ersten „Start Up“-Workshop. Jan-Hendrik Wieder (13) aus Münster resümierte nach dem Euro-Arabischen-Dialog in Tunis: „Ich habe verstanden, dass Schule anders sein muss und kann als bisher, mit veränderten Themen und Methoden. Diesen Prozess möchte ich mitgestalten, um Schule lebendiger und demokratischer werden zu lassen.“ Zwei Feedbacks von Jugendlichen, die an internationalen Veranstaltungen der deutschen UNESCO-Projektschulen teilnahmen.

Seit zwei Jahren befindet sich das Netzwerk in einem umfassenden Reformprozess, gesteuert durch das interne, für alle Schulen verbindliche Papier zur Qualitätsentwicklung. Die inhaltliche Orientierung erfolgt neben den sechs Säulen des UNESCO-Tempels vor allem an den Leitlinien des Weltaktionsprogramms. Für die Umsetzung entstand eine komplexe Struktur, an der die Leuphana Universität Lüneburg, Global Goals Curriculum e.V. Berlin und die Autostadt GmbH Wolfsburg beteiligt sind: ein Rahmen, der schulische Programmarbeit unterstützt, Evaluation ermöglicht, den Whole School Approach fordert und breite Partizipation für Jugendliche fördert.

Modellhaft entwickeln sich die UNESCO-Schulen dabei zu einem innovativen Netzwerk als bildungspolitische Avantgarde. Das „Climate Change Project“, ein neues Flagship der UNESCO in Paris, legt den Aktionsradius für zunächst 25 deutsche Pilotschulen aus, die sich mit besonderer Akribie auf den Weg des gravierenden Wandels begeben wollen. Ihnen werden zum Beispiel regelmäßige Fortbildungen für Lehrkräfte und Jugendliche angeboten. Grundsätzlich stehen die Agenda 2030 und die Nachhaltigkeitsziele im Fokus der Arbeit des Schulnetzwerks: Globales Denken, Lokales Handeln in Bildungslandschaften. Markanten Schwerpunkt setzen die zahlreichen nationalen und internationalen Jugendworkshops. Teilnahmevoraussetzung für die Schülerinnen und Schüler ist die Realisierung einer Projektidee mit klarem Bezug zum Weltaktionsprogramm. Die Eintrittskarte besitzt hohe Attraktivität, wie die Bewerberzahlen belegen. Veränderung, Aufbruch, Transformation – Jugendliche interpretieren sich hier als kreative Motoren, die sich zivilgesellschaftlich engagieren möchten und die die besuchten Workshops als wichtigen Impuls wertschätzen.

Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre des Newsletters.

Heinz-Jürgen Rickert
Bundeskoordinator UNESCO-Projektschulen