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Auf Kosten Anderer? Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert

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Ob Klimawandel, Eurokrise, menschenverachtende Ausbeutung in globalen Lieferketten oder der Aufstieg des Rechtspopulismus – an Debatten über die vielfältigen Probleme unserer Zeit mangelt es nicht. Doch obwohl viele Menschen die sozialen und ökologischen Krisen der Gegenwart wahrnehmen, bleibt ein ökologischer und solidarischer Gesellschaftswandel bislang aus.
Das Konzept der „imperialen Lebensweise“ versucht zu erklären, warum sich angesichts zunehmender Ungerechtigkeiten und ökologischer Probleme keine zukunftsweisenden Alternativen durchsetzen und ein sozial-ökologischer Wandel weiter auf sich warten lässt.

Das Buch „Auf Kosten anderer? Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert“ stellt das Konzept der imperialen Lebensweise vor und erläutert, wie die derzeitige Produktions- und Lebensweise Mensch und Natur hier und andernorts belasten. Es untersucht, welche Faktoren und Akteure eine solche Lebensweise festigen. Dabei beleuchtet es verschiedene Bereiche unseres alltäglichen Lebens: Digitalisierung, Sorgearbeit, Geld und Finanzen, Bildung und Wissen, Ernährung und Landwirtschaft, Mobilität. Schließlich stellt es sozial-ökologische Alternativen und Strategien vor, um ein gutes Leben für alle zu erreichen – anstatt ein besseres Leben für wenige.
Mit diesem Dossier soll das wissenschaftliche Konzept der imperialen Lebensweise der Zivilgesellschaft und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu bereitet das I.L.A. Kollektiv den akademischen Diskurs anschaulich und verständlich auf. Es will somit das akademische Milieu explizit verlassen.
 
Zum Projekt und I.L.A. Kollektiv
Die Abkürzung I.L.A. steht für „imperiale Lebensweise und Ausbeutungsstrukturen im 21. Jahrhundert“ und entstammt der gleichnamigen Schreibwerkstatt, in der sich ein interdisziplinäres Kollektiv - bestehend aus 15 jungen Wissenschaftler/-innen - gefunden und die Publikation über ein Jahr erarbeitet hat. Das Kollektiv versteht sich als Teil diverser emanzipatorischer Bewegungen im Bereich globaler Gerechtigkeit. Mit diesem Dossier möchte es einen Beitrag für eine solidarischere Produktions- und Lebensweise leisten.