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"Schnelle Kleidung" zu Minipreisen: Ist fairer und nachhaltiger Konsum überhaupt möglich? Arbeitsblatt für die Sekundarstufe II

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"Fast Fashion" heißt die Mode fast aller derzeit bekannten Bekleidungs-Ketten. Sie soll möglichst billig und modern sein und die Kunden mit meistens sechs bis acht verschiedenen Kollektionen pro Jahr zu mehr Konsum anregen. Aber was passiert, wenn die Kleiderschränke voll sind? Mode wird zum Wegwerf-Produkt. Mit nachhaltigem Konsum hat das dann nichts mehr zu tun, ganz zu schweigen davon, dass zu den günstigen Preisen nur schwerlich eine faire Produktionskette möglich ist. Die Verbraucher erwarten aber gerade das immer häufiger von den Unternehmen und diese bemühen sich ihrerseits um ein soziales und ökologisches Auftreten. Es stellt sich allerdings die Frage, inwieweit Nachhaltigkeit im schnelllebigen Mode-Geschäft umsetzbar ist und was die Konsumenten dafür tun können.

Das Arbeitsblatt der Stiftung Jugend und Bildung für die Sek. II bietet Informationen zu "Fast Fashion" der verschiedenen Modehäuser, wie etwa H&M oder Primark sowie zu deren ethischen Prinzipien. Die Schülerinnen und Schüler analysieren anhand des Materials die Problemfelder der "schnellen Mode" und informieren sich eigenständig über die Verhaltens- und Nachhaltigkeitskonzepte verschiedener Bekleidungsunternehmen. Vor dem Hintergrund dieser Recherche beleuchten sie kritisch, was der Preis eines Kleidungsstückes über die Produktionsbedingungen aussagt. Darüber hinaus suchen sie Ansätze, wie unabhängige Kontrollen überwacht, standardisiert und somit transparenter gemacht werden könnten. In einer Partnerarbeit und mittels anschließender Diskussion sollen die Schülerinnen und Schüler dann konkret herausarbeiten, was bewusster Konsum für die Verbraucher bedeutet und welche Handlungsfelder er umfasst.