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UNESCO-Projektschulen stellen Globale Nachhaltigkeitsziele ins Zentrum ihrer Arbeit

UNESCO-Projektschulen stellen Globale Nachhaltigkeitsziele ins Zentrum ihrer Arbeit

06.04.2017
Quelle: 
Deutsche UNESCO-Kommission
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UNESCO-Projektschulen stellen Globale Nachhaltigkeitsziele ins Zentrum ihrer Arbeit - Schulleitertagung im Auswärtigen Amt in Berlin

Die Globale Nachhaltigkeitsagenda ist Leitbild der über 250 UNESCO-Projektschulen in Deutschland. Das unterstrichen die Schulleiterinnen und Schulleiter der UNESCO-Projektschulen im Rahmen einer Tagung, die auf Einladung von Staatsministerin Maria Böhmer heute im Auswärtigen Amt in Berlin stattfand. Teilnehmer zeigten, wie Schulen durch ihre Profile und ihre pädagogische Arbeit nachhaltige Entwicklung wirkungsvoll umsetzen können.

„Die UNESCO-Schulen nehmen eine Vorbildfunktion und Vorreiterrolle ein: Sie unterstützen aktiv die Ziele der UNESCO und engagieren sich für eine Kultur des Friedens und für eine nachhaltige Entwicklung“, unterstrich Böhmer im Rahmen der Tagung. „In der Agenda 2030 wird die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und Wertschätzung kultureller Vielfalt betont. Ich würde mir wünschen, dass viele Schulen dem Beispiel der UNESCO-Projektschulen folgen und diese Ziele noch stärker fördern. Denn sie sind entscheidend für das Zusammenleben und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betont: „Bildung soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch den Erwerb von Kompetenzen zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt ermöglichen. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, mit Wandel und Risiken umzugehen. Sie müssen wissen, welche Möglichkeiten sie haben, globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, Wasserknappheit oder der Armut zu begegnen. Die heutige Tagung hat gezeigt, dass UNESCO-Projektschulen bereits jetzt tragfähige Konzepte entwickelt haben, um genau das zu tun. Diese wollen wir im ständigen Austausch mit der gesamten Bildungslandschaft weiterentwickeln und in die Breite tragen.“

Teilnehmer betonten in zahlreichen Workshops, dass nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen der Schularbeit umgesetzt werden müsse – als Querschnittsthema fächerübergreifend im Unterricht, im Schulprofil und in der Betriebs- und Mitarbeiterführung. Zugleich müssten sich Schulen noch stärker öffnen und auch außerschulische Lernorte in ihre Arbeit einbeziehen. Zahlreiche gute Praxisbeispiele aus UNESCO-Projektschulen in ganz Deutschland machten im Rahmen der Tagung deutlich, dass die Ausrichtung an dem Leitbild nachhaltiger Entwicklung Bestandteil hochwertiger Bildung ist.

Hintergrundinformationen zu UNESCO-Projektschulen
Über 250 UNESCO-Projektschulen in Deutschland arbeiten gemäß den Zielen der UNESCO. Grundschule und berufsbildende Schule, Gymnasium und progressiver Schulversuch, staatliche Regelschule und Privatschule – jeder Schultyp und jedes Bundesland sind vertreten. Die deutschen UNESCO-Projektschulen pflegen einen intensiven Austausch zu modellhaften Lehr- und Lernansätzen und profitieren vom grenzüberschreitenden Austausch mit insgesamt mehr als 10.000 UNESCO-Projektschulen in über 180 Ländern. UNESCO-Projektschulen gestalten das Schulleben im Sinne des interkulturellen Lernens mit dem übergeordneten Ziel: Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt. Sie engagieren sich für eine Bildung, die es Menschen ermöglicht, ein erfülltes Leben zu führen und ihre Persönlichkeit zu entfalten.