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8. Juni: Welttag der Ozeane - Gefährdung von Ozeanen als Lebensgrundlage für Menschen weltweit

8. Juni: Welttag der Ozeane - Gefährdung von Ozeanen als Lebensgrundlage für Menschen weltweit

07.06.2016
Quelle: 
Deutsche UNESCO-Kommission
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Ozeane bedecken 70 Prozent des Planeten. Sie sind die größten Sauerstofflieferanten, erzeugen das Klima und können Quelle von Naturkatastrophen sein. Sie sind Routen des Welthandels, Orte unermesslicher biologischer Vielfalt und Urlaubsziele und sie liefern Rohstoffe, Energie und Nahrung. Welche Bedeutung Ozeane für eine nachhaltige Entwicklung haben und welchen Einfluss jeder einzelne auf sie hat, vermitteln weltweit hunderte von Veranstaltungen am Welttag der Ozeane am 8. Juni. Eine internationale Veranstaltung bei der UNESCO in Paris wird die Rolle der Ozeane in der Agenda 2030 diskutieren.

"Durch Überfischung, Versauerung, übermäßigen Nährstoffeintrag und Vermüllung sind Ozeane stark gefährdet. Wir brauchen mehr Bewusstsein, klare Regeln und wissensbasierte Governance, um dem entgegenzuwirken. Mit der Verankerung von Ozeanen in den globalen Nachhaltigkeitszielen und dem Pariser Klimaabkommen ist ein erster Schritt getan. Jetzt sind wir gefordert, die dort niedergeschriebenen Ziele umzusetzen. Das gilt auch für Deutschland, wo heute das Wissenschaftsjahr 2016/2017 zum Thema Meere und Ozeane eröffnet wird", unterstreicht Ulla Burchardt, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission.

Um Bewusstsein für die entscheidende Rolle der Ozeane zu schaffen und Handlungsoptionen für jeden einzelnen aufzuzeigen, greift die Deutsche UNESCO-Kommission das Thema Ozeane als Schwerpunkt des kürzlich neu gestalteten Web-Portals für Bildung für nachhaltige Entwicklung (www.bne-portal.de) in den kommenden zwölf Monaten auf. Dies ist auch ein Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2016/2016 – Meere und Ozeane.

Hintergrund
Die UNESCO setzt sich auf diversen Ebenen für Ozeane ein. Ihre Zwischenstaatliche Ozeanographische Kommission koordiniert die Erforschung der Ozeane und den Aufbau von Mess-Netzwerken. Auch die vier Tsunami-Frühwarnsysteme weltweit werden von der UNESCO koordiniert. 43 marine UNESCO-Welterbestätten schützen die wichtigen Ökosystem-Schätze. Das Abkommen zum Unterwasser-Kulturerbe der UNESCO sorgt dafür, dass Wracks besser gegen Raubgrabungen geschützt sind.