Niemand is(s)t für sich allein - Kampagne für Ernährungssicherheit
Bildende
Mit der Kampagne "Niemand is(s)t für sich allein", die am 15. Oktober 2006 startete, thematisiert Brot für die Welt strukturelle Rahmenbedingungen des zügellosen Welthandels mit Nahrungsmitteln. Die Kampagne informiert über die Zusammenhänge zwischen unseren Konsumgewohnheiten, der globalen Wirtschaftslogik und der Gefährdung von Umwelt, Gesundheit und Ernährungssicherheit im Süden und im Norden. Unter Einbeziehung von Partnerorganisationen wendet sich die Aktion an die Bundesregierung und fordert sie auf, im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in europäischen und internationalen Zusammenschlüssen Handelsregelungen daraufhin zu überprüfen, ob sie sich langfristig günstig auf die Ernährungssituation auswirken. So unterstützt die Kampagne die Aktionen für einen gerechten Welthandel von Gerechtigkeit jetzt!, der Welthandelskampagne.
Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach Agrotreibstoffen und Futtermitteln steht die aktuelle Kampagnenphase unter dem thematischen Fokus "Landnutzungskonflikte". Hintergrund für diesen Schwerpunkt sind die sich zuspitzende Knappheit von und die zunehmenden Konflikte um Land.
In zahlreichen Entwicklungsländern werden in zunehmendem Maße riesige Ländereien an in- und ausländische Firmen verpachtet oder verkauft. Allein zwischen Oktober 2008 und Juni 2009 wurde über insgesamt 46,6 Millionen Hektar Land verhandelt (nahezu Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Europäischen Union). Drei Viertel davon liegen in Afrika, der Rest in Lateinamerika und Asien.
Zur Kampagne sind Unterrichtsmaterialien, Hintergrundinformationen und Aktionsmaterialien erschienen, die online bestellt werden können oder zum Download bereit stehen.
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